Anmelden
Registrieren

5 Gründe warum Crowdfunding im Tourismus ideal ist

24.01.2018
von Michèle Ullmann
NLB Damen UHC Wasa

Ein Badesee, ein Skilift und diverse Festivals: Auf lokalhelden.ch finden sich zahlreiche touristische Grossprojekte, die allesamt erfolgreich finanziert wurden. Wieso eignet sich Crowdfunding überhaupt für solche Projekte? Wir stellen dir 5 Hauptgründe mit passenden Beispielen vor.

1. Schwierige Voraussetzungen

Fangen wir mit der Ausgangslage von touristischen Projekten an. Oftmals sind solche Projekte sehr kostenintensiv und nicht einfach zu finanzieren. Es wird meist mehr als nur eine Geldquelle erschlossen. Als eine solche Teilfinanzierung ist auch ein Crowdfunding ideal und erschliesst den Initianten eine Zielgruppe, an die sie durch andere Finanzierungsmethoden weniger gut rankommt.

Beispiel

Gässli Filmfestival
Das Gässli Filmfestival findet jedes Jahr in Basel unter freiem Himmel statt. Bei Regen fällt das Festival buchstäblich ins Wasser. Ein Regendach musste also her. Die Organisatoren bekamen finanzielle Unterstützung von diversen Stiftungen und vom Kanton. Am Schluss fehlte noch ein Restbetrag von CHF 10‘000.-, der mittels Crowdfunding zusammenkam.

Hier geht’s zum Projekt

2. Involvierung aller Interessengruppen

Bei der Finanzierung von touristischen Grossprojekten wollen meist viele Menschen mitreden, ihre Meinung und ihre Sorgen äussern. Die Initianten müssen daher kommunikativ sehr gut aufgestellt sein, damit das Projekt nicht an einer Interessengruppen scheitert, die sich vernachlässigt fühlt. Dieser Aufwand ist nicht für alle Komitees einfach zu stemmen. Ein Crowdfunding gibt dem Projekt einen digitalen Auftritt. Hier lässt sich das Projekt ordentlich und modern veranschaulichen. Ausserdem kann ein Projekt-Starter mittels Blog mit allen interessierten Personen gleichzeitig kommunizieren.

Beispiel

Badesee Ftan
Das kleine Bergdorf Ftan im Unterengadin wollte einen Badesee bauen und benötigte für die Realisierung noch einen Restbetrag von CHF 120‘000.-. Damit das Projekt klappt, mussten zahlreiche Interessengruppen wie Einwohner, Zweitwohnungsbesitzer im Unterland, der Kanton, die Umweltbehörden und viele mehr laufend informiert werden. Das Crowdfunding-Projekt auf lokalhelden.ch hatte schlussendlich 226 Fans, mit denen die Projekt-Starterin direkt und unkompliziert kommunizieren konnte und immer noch tut.

Lies hier den Artikel zum Projekt

3. Emotionales Projekt

Touristische Projekte sind oftmals emotional und begeisternd – und somit massentauglich. Diese Voraussetzungen sind ideal für ein erfolgreiches Crowdfunding. Ein begeisterndes Projekt wird eher von Usern in den sozialen Medien geteilt. Dadurch wird die Reichweite des Projekts erhöht und somit auch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Finanzierung.

Beispiel

Pferderennen Arosa
Im Jahr 2017 standen die Schnee-Pferderennen in Arosa wegen fehlender finanzieller Mittel kurz vor dem Aus. Das mögliche Wegfallen dieses traditionellen Anlasses, den es seit 100 Jahren gibt, und somit einer touristischen Attraktion berührte viele Menschen und verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen und klassischen Medien. Innert zwei Wochen kamen über CHF 20‘000.- zusammen, weit mehr als die Organisatoren angestrebt hatten.

Schau dir hier das Projekt an

4. Viele Möglichkeiten für Mercis

«Mercis» heissen auf lokalhelden.ch die Gegenleistungen, die der Projekt-Starter für eine Spende anbieten kann. Idealerweise ist ein solches Merci kreativ, einzigartig, limitiert und nur beziehbar bei einer Spende. Attraktive «Mercis» sind wichtig für den Erfolg eines Projekts. Doch es ist nicht immer einfach Gegenleistungen, die zu einem Projekt passen, anzubieten. Touristische Projekte sind hier im Vorteil, da das Projekt an sich bereits emotional ist. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich dann «Mercis» kreieren, die sich zu regelrechten Kassenschlagern entwickeln.

Beispiel

Projekt Skilift Schlössli
Der Quartierverein Bruggen sammelte Geld für einen neuen Teller-Skilift. Als «Merci» boten sie kurzerhand personalisierte Tellerlift an, die sich mit einem Namen beschriften lassen. Die 36 personifizierten Bügel à CHF 500.- waren innert kürzester Zeit ausverkauft.

Schau dir hier die Mercis an!

5. Gratis-Werbung

Zu guter Letzt: Ein Crowdfunding-Projekt ist nicht nur ein Instrument um Geld zu sammeln, sondern auch zum Werbung machen. Besucher, Fans und Unterstützer des Projekts sind auch immer wieder ideale Werbeträger, die die Reichweite und somit die Bekanntheit erhöhen. Diese Gratis-Werbung gilt es nicht zu unterschätzen und sind mindestens so bedeutend wie eine erfolgreiche Finanzierung.

Beispiel

Mighty Wind
Im Juni 2017 fand in St.Gallen ein internationales Gospelchor-Treffen statt, wofür die Organisatoren mindestens CHF 20‘000.- sammeln wollten. Nebst der erfolgreichen Finanzierung, bot das Crowdfunding den Initianten einen idealen weiteren Kommunikationskanal, um auf ihre Konzerte aufmerksam zu machen.

Hier geht’s zum Projekt

Was ist deine Meinung?

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.