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Ftan baut den einzigen Badesee des Unterengadins

19.10.2017
von Michèle Ullmann

Schwimmen, baden, planschen: das Unterengadiner Bergdorf Ftan soll um eine Attraktion reicher werden. Der Verein Pro Ftan sammelt mittels Crowdfunding Geld, um den ersten öffentlichen Badesee zu bauen.

Zur Projektseite «Badesee Ftan»

«Ich war immer der Meinung: Das Familiendorf Ftan braucht einen See», sagt Laila Tobler, Mit-Initiantin des Projekts und Mitglied des touristischen Vereins Pro Ftan. Zusammen mit der Gemeinde Scuol soll ein öffentlicher Badesee im Unterengadin entstehen.

In den 1930er Jahren gab es an derselben Stelle einen privaten See des lokalen Internats. Mit der Zeit wurde der Damm um den See herum spröde, bis das Wasser irgendwann abfloss. Seitdem liegt das Gebiet brach. Nun soll er revitalisiert und der Öffentlichkeit gratis zur Verfügung gestellt werden.

«Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt im Herbst 2017 der Spatenstich. Die Eröffnungsparty soll Anfangs Sommer 2018 steigen.», so Laila Tobler.

Touristischer Mehrwert

Die geplante Ruheoase mit einem schwimmenden Floss soll Jung und Alt etwas bieten. Dabei werden sowohl Einheimische als auch Touristen angesprochen. «Wir sind überzeugt, dass dies die Bergsommer-Romantik des Unterengadins unterstreicht und das Dorf noch klarer im Drei-Generationen-Segment positioniert.»

Der See wird optimal in die bestehende Flora und Fauna eingebettet. Eine spezielle Folierung am Grund des Sees sorgt dafür, dass das Wasser nicht abfliesst. Und wie warm wird so ein Bergsee? Laila Tobler: «Da es sich um stehendes Gewässer handelt und der See an einem Sonnenhang liegt, wird das Wasser im Sommer ungefähr 20°C warm. Damit ist der Badesee vergleichbar mit dem Caumasee in Flims.»

Fulminantes Crowdfunding-Projekt

Das breit abgestützte Projekt kostet 360‘000.- und wird zu je einem Drittel durch den Verein Pro Ftan und die Gemeinde Scuol getragen. Das letzte Drittel, also 120‘000.-, soll nun via Crowdfunding auf lokalhelden.ch finanziert werden. Mit überwältigendem Erfolg: Innert weniger als 3 Monaten wurden über CHF 140'000.- für das Projekt gespendet.

Laila Tobler: «Wir sind begeistert, mit so einem Erfolg haben wir nicht gerechnet. Man sieht wie Zweitwohnungsbesitzer wie auch Bewohner des Unterengadings Verantwortung übernehmen, um das Unterengadin noch attraktiver zu gestalten. Wir wissen alle: der Tourismus ist unsere Lebensgrundlage.»


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Hans Rudolf Hofer am 17.03.2017 um 06:06 Uhr

Mutig und weitsichtig. Besten Dank den Macher.