Hühnerglück in der WG

Ein Projekt aus der Region der Raiffeisenbank Zürich Flughafen

CHF 1'335  
Projekt beendet
Projekt erfolgreich
21 Unterstützer
Jonas Vetsch
18.03.20, 15:00 von Jonas Vetsch
Liebe Unterstützerinnen Liebe Unterstüzer Wir möchten uns bei euch herzlich für die grosszügigen Unterstützungsbeiträge bedanken! Wir sind sehr glücklich, dass wir dank euch unsere Idee umsetzen konnten. DANKE! Mit dem Versand der Mercis sind wir leider corona-bedingt etwas im Verzug. Wir bitten euch um Geduld. Ich erzähle euch hier gerne kurz, was seit dem Start des Crowdfundings bis heute schon alles passiert ist. Wir haben einen Hühnerstall mit automatischem Tor und viel Zubehör angeschafft und kurz danach durften unsere sechs Hennen bereits einziehen. Das Hühnerleben nimmt seither seinen Lauf: Jeden morgen sieht jemand von unserer WG nach den Hühnern, bringt ihnen etwas Gemüse und schaut, ob es noch genügend Futter und Wasser hat. Abends kontrollieren wir, ob alle Hühner im Stall sind. Die Hühner geniessen, dass nun (scheinbar bereits) der Frühling im Garten einzieht und haben vor kurzem mit dem Sonnenbaden begonnen. Welch Freude, ihnen zuzusehen. Wir hoffen auf gute Gesundheit unserer Hennen und in dieser Zeit speziell auch auf gute Gesundheit von euch allen, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer! Um euch diesen Bericht noch etwas lebhafter zu überbringen, haben wir ein kurzes Video gemacht. Film ab! https://youtu.be/oYyCOjGlH1s Bis auf bald und bleibt gesund! Jonas, für die WG.
Jonas Vetsch
27.01.20, 09:00 von Jonas Vetsch
Hühner können an sich über 10 Jahre alt werden. Der Überzüchtung wegen, ist jedoch die Lebenserwartung von Legehybriden aus der Massentierhaltung massiv tiefer. Da die körperlichen Ressourcen durch die Eierproduktion schneller verbraucht werden, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 3 – 5 Jahren. Viele der ehemaligen Hochleistungslegehennen weisen Osteoporosesymptome auf (d.h. brüchige Knochen), da sie häufig kaum Tageslicht hatten. Diese Symptome lassen sich sehr gut durch Sonne (für die Vitamin D-Bildung) und Bewegung therapieren, was über Auslaufhaltung einfach möglich ist. Von 20 auf 300 Eier pro Jahr Von Natur aus würde eine Henne zwei Mal jährlich höchstens 12 Eier legen und diese ausbrüten. Nimmt man der Henne aber Eier aus dem Nest, wird sie neue Eier legen, damit ihr Nest voll ist. Diesen natürlichen Mechanismus nutzt die Eierindustrie aus, indem den Hennen einfach immer alle Eier weggenommen werden. In Hallen mit Tageslicht- und Wärmelampen wird ihnen zudem vorgegaukelt, es sei Frühling und somit Legezeit. Auch den Bruttrieb hat man schlicht weggezüchtet. Nur durch diese Massnahmen ist es möglich, dass eine Henne bis zu 300 Eier im Jahr legt, was eine extreme Belastung für sie darstellt. Gelähmt für die Eierschale Um die Eierschalen aufbauen zu können, wird den Knochen Kalzium entzogen. Dies ist neben der Bewegungseinschränkung eine der Ursachen für teils tödliche Krankheiten wie Käfiglähme, Osteoporose, Fettlebersyndrom. Ausserdem ist es ein grosser Stress für die Hühner, sich nicht für die Eiablage zurückziehen zu können; eine unbeschreibliche Tortur in der Massenhühnerhaltung. Dies alles trägt, ebenso wie die sich durch die Massentierhaltung rapid vermehrenden Parasiten, dazu bei, dass viele Hennen noch vor der Schlachtung sterben. Die Folge ist ein völlig ausgezehrter Hennenkörper: Das Kalzium, das für den Aufbau der Eierschalen benötigt wird, entzieht der Körper den Knochen. Diese werden folglich brüchig und für die Industrie unbrauchbar. Bodenhaltung: Kein Auslauf und oft tödlicher Stress Das Schweizerische Tierschutzgesetz garantiert den Hennen in Bodenhaltung nicht viel Platz. Je nach Haltungssystem dürfen sieben bis 17 Hennen pro Quadratmeter gehalten werden. Nur rund 20 Prozent des Bodens müssen eingestreut sein. Auslauf ist gesetzlich nicht vorgegeben. Meist drängen sich mehrere Tausend Hühner in einem solchen Stall. Das überfordert die Tiere bei der arttypischen Bildung von Hierarchien und einer Hackordnung. So kommt es zu Verhaltensstörungen wie Federpicken und Kannibalismus. Das Gedränge löst bei Hühnern in Bodenhaltung massiven Stress aus – so massiv, dass er häufig sogar zum Tod der Tiere führt. Wie in der Käfighaltung mangelt es den Hennen auch in der Bodenhaltung an Beschäftigung. Den Tieren steht kein Grünauslauf zur Verfügung. Natürliche Verhaltensweisen wie Futtersuche, Scharren, Kratzen und Picken können in einer solchen Haltung nur bedingt ausgeübt werden. Ausstallung Nach ca. 15 Monaten lässt die Legeleistung nach (statt 7, 6 Eier pro Woche), weshalb Aufwand (Futter, Arbeit, Anlage) und Ertrag (Zahlungsbereitschaft des Konsumenten für ein Ei) unter ökonomischen Gesichtspunkten das Töten der Tiere verlangt. Sie werden sogenannt ausgestallt, was bedeutet, dass die Hennen eingesammelt, zum Schlachthof transportiert und dort getötet, oder aber vor Ort z.B. in mobilen Vergasungsanlagen vergast und hernach in Biogasanlagen entsorgt werden. Quelle: www.rettetdashuhn.ch