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Projektblog
Arbeitseinsätze Mai/Juni 2026
Im Mai und Juni sind rund 30 Helferinnen und Helfer an 5 Einsatztagen teil bei hochsommerlichen Temperaturen neu ausgetriebenen Adlerfarnen wiederum zu Leibe gerückt. Die Wachstumsstand und der Deckungsgrad der Farne war sehr variabel. Der Deckungsgrad und auch die Wuchshöhe war deutlich geringer als noch vor einem Jahr. Verblüffend ist anderseits die Vitalität mit der innerhalb weniger Tage neue Farnwedel wieder austreiben. Je nach den Geländestruktur, der Vegetation und der Farndichte wurden die Flächen durch Ausreissen oder Mähen bearbeitet. Neben den Farnen wurden auch wieder Brombeeren flächig zurückgeschnitten oder punktuell ausgestockt. Ausgestockt wurde vor allem in Flächen mit vielfältigem Bewuchs. Zum Ausstocken haben sich Bergpickel zusammen mit Baumscheren gut bewährt. Während den Arbeiten und den verdienten Pausen konnte die grosse Vielfalt an Pflanzen und Tieren bestaunt werden, wie zum Beispiel: Neuntöter (Paar), Goldammer (Paar), Trauerschnäpper, Mönchsgrasmücke und Tannenmeise Turmfalke, Kolkrabe, Mäusebussard in der Umgebung Tausendgüldenkraut, Breitblättrige Fingerwurz (Knabenkraut), Stendelwurz-Art (noch nicht blühend), das Blütenangebot hat sich im Vergleich zu vor 3 Jahren für die Schmetterlinge und weitere Insekten verbessert Baldrian-Scheckenfalter, Hauhechel-, Schwarzfleckiger Ameisen- und weitere Bläuling, zahlreiche Distelfalter und Schachbrettfalter, Baumweissling, Zitronenfalter, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz und weitere Falterarten Nachtigall-Grashüpfer, Feldgrillen, Warzenbeisser, unzählige Spinnennetze in den sonnigen Stellen Feldhase und Eichhörnchen Die Termine für weitere Einsätze finden Sie unter ogherisau.birdlife.ch
Arbeitseinsätze im August 2025
Mit letzten zwei Natureinsätzen Ende August 2025 mit je 7 Mitwirkenden haben wir das Ziel fürs 2025 erreicht. Das Adlerfarn und die Brombeeren konnten zugunsten einer vielfältigen Vegetation zurückgedrängt werden. Aktuell konnte die Herbst-Wendelähre mit ihren feinen Blüten an mehreren Standorten bewundert werden. Zusätzlich stellten wir einen kleinen rotviolett blühenden Herbstenzian mit 5 Blütenblätter, wahrscheinlich den Deutschen Enzian, fest. Augenfällig sind aktuell die weissen Blütendolden der Wilden Möhre, die duftenden Feldthymian-Polster, gelbe Blüten des Hornklees, des Fingerkrauts (Blutwurz) und auf den Stängeln des Johanniskrauts. Zusätzlich blühen vereinzelte Skabiosen, Abbisskraut, Wittwenblumen, Hauhechel und Tausendgüldenkraut. Diese werden auch jetzt noch gerne von Schmetterlingen besucht. Auch tragen die verstreuten fruchttragenden Gehölzstrukturen mit Wacholder, verschiedene Rosen und die Berberitze werten die Trockenweide als Lebensraum und auch optisch auf. Im Vergleich zu vor 2 Jahren, bzw. im Juli 2024 vor unserem ersten Natureinsatz ist das Gebiet nicht wiederzuerkennen. Um den Erfolg zu sichern müssen wir unsere Natureinsätze auch 2026 fortsetzen.
Arbeitseinsatz Juli 2025
Anfang Juli 2025 trafen sich neun Jäger, einige in Ausbildung für einen Pflegetag in der Schossweid. Hegestunden oder Natureinsätze sind für Jäger in AR Pflicht. Nach den heissen Sommertagen waren die Pflegearbeiten dank der Bewölkung erträglicher. Auf den bereits gerodeten Flächen die nachgewachsenen Farnwedel wieder von Hand ausgerissen oder mit der Sense gemäht. Mit Motorsensen wurden auf zusätzliche Flächen der üppige Brombeere- respektive Farnbewuchs zurückgeschnitten. Das Mähgut wurde zusammengenommen und mit dem Ladewagen abgeführt. Gesamthaft wurden knapp 2 Hektaren (2.5 Fussballfelder) in meist steilen Lagen bearbeitet. Die Arbeiten wurden begleitet vom Gesang der Goldammer und schönen Naturbeobachtungen wie dem Neuntöter und weiteren Brutvögeln sowie einem jungen Feldhasen plus Elterntier. Diverse Schmetterlinge, darunter der Schachbrettfalter, Wachtelweizen- und Baldrian-Scheckenfalter nutzten das Blütenangebot, besonders das der Sumpfkratzdisteln. Die Brombeeren sind besonders hartnäckig. Ausser auf kleinen Flächen, wo wir an vorgängigen Einsätzen diese ausgestockt haben, wuchern sie üppig. Hingegen scheint der Adlerfarn durch das mehrfache Ausreissen deutlich geschwächt zu sein Die nächsten Einsätze sind entsprechend der Vegetationsentwicklung in der zweiten Hälfte August oder anfangs September vorgesehen.
Arbeitseinsatz Juni 2025
Innerhalb eines Monats nach dem letzten Einsatz 2025 sind die Farne bereits wieder stark ausgetrieben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Farnwedel aber nicht mehr so kräftig und zahlreich. Es zeigt sich, dass die bisherigen Arbeiten im Vorjahr und in diesem Frühling Früchte tragen, aber auch, dass noch mehrere Arbeitseinsätze für einen nachhaltigen Erfolg der Pflegemassnahmen notwendig sind. Im Juni haben Mitglieder der OG Herisau und des Appenzeller Vogelschutzes entsprechend die Arbeiten fortgesetzt. Während dem Arbeitseinsatz konnten wir unter anderem einen Feldhasen, die Goldammer und den Neuntöter beobachten. An unserer Arbeit zeigte auch ein Räthisches Grauvieh gefallen und schmückte sich mit den ausgerissenen Farnwedeln.
Arbeitseinsatz Mai 2025
Beim ersten Arbeitseinsatz 2025 im Mai haben Mitarbeitenden eines Teams der Raiffeisen Schweiz mit Verstärkung die nachgewachsen Adlerfarne ausgerissen und Brombeeren ausgestockt. Die Helfenden konnten bei den Pausen die herrliche Aussicht und geniessen und sich verpflegen. Hans Walter Krüsi, als Eisatzleiter, erklärte die Hintergründe des Projektes und viel Wissenswertes über die Vielfalt der Trockenwiese.