Nachfolgende Unterstützungen konnten am Projekt gewählt werden
Sein Lebenswerk machte ihn weltbekannt: Der Zürcher Reformator
Huldrych Zwingli hat in wenigen Jahren die ganze Stadt Zürich und
ein festverankerter Wertekanon auf den Kopf gestellt. Mit
messerscharfem Verstand sezierte er das religiöse und
gesellschaftliche System, er prangte Missstände an und hatte keine
Angst, sich mit den Mächtigsten seiner Zeit anzulegen. Am Ende
starb er, der Kriegsgegner, in einem Krieg, den er selber nicht
verhindern konnte. Was Zwingli tat, hat die Gesellschaft bis heute
tiefgreifend verändert. Zwinglis Wirken legte nicht nur den
Grundstein für das heutige Sozialwesen, auch Religion und
Rationalität fanden in einem neuartigen Bildungswesen eine
wegweisende Verbindung. Werte wie Innovation, Solidarität und
Offenheit bildeten nicht nur die Basis für die Durchsetzung der
Reformation, sondern sind noch heute – 500 Jahre später -
topaktuelle Themen, die jede Gesellschaft in ihren Mittelpunkt
stellen sollte. Mit unserem Film „ZWINGLI-DER REFORMATOR“ wollen
wir zwar all diesen Elementen gebührend Respekt zollen
und Sorgfalt widmen, vor allem aber wollen wir eines: die
Geschichte eines einzelnen Mannes erzählen, welcher zu enormen
Veränderung anregte und in seinem persönlichen und öffentlichen
Kampf irgendwann zu seinem eigenen Zweifler und Gegner wurde. Mit
der historischen Kinoproduktion „ZWINGLI-DER REFORMATOR“ wird ein
schweizerisches Zeitdokument eines Mannes geschaffen, welcher weit
über die Grenzen hinaus für grosses Umdenken sorgte und dessen
Taten noch heute Wurzeln unseres Systems bilden.
Der Kinofilm entsteht als Schweizerisch-Deutsche Koproduktion
und wird im Januar 2019 schweizweit Premiere feiern - exakt 500
Jahre nachdem Zwingli seine Stelle als Leutpriester am Grossmünster
antrat.
Kino ist nichts Elitäres und die Sicht, die der Kinofilm auf den
Reformator wählt, ist es umso weniger. Zwinglis Leidenschaft und
sein Mut wirken inspirierend; Diese für die Schweiz so wichtige
historische Figur wird nahbar und übersetzt sich auf erzählerisch
gekonnte Weise ins Gegenwärtige. Aus heutiger Sicht verstehen wir
die Reformation als gesellschaftlich tiefgreifendes Ereignis, –
also, als weit mehr als die Entstehung einer neuen Konfession.
Themen wie soziale Neuerungen – Zwinglis damals einzigartige
Armenordnung und der damit verbundene Gedanke gesellschaftlicher
Solidarität – Leistungsbereitschaft und geistige Offenheit sind
Grundlagen einer Entwicklung, deren Vorteile wir, 500 Jahre später,
immer noch geniessen. All dies macht den Film zu einem modernen und
aktuellen Erlebnis für Jung und Alt. Dass wir Zwinglis Zürcher
Jahre zudem nicht nur aus seiner eigenen Perspektive erzählt
kriegen, sondern vorwiegend auch aus dem Blickwinkel seiner Frau
erleben, macht die Geschichte zudem zu einem generations- und
geschlechtsübergreifenden Film.
Neben der historischen Relevanz des Filminhalts, wird die Zeitreise
in die Schweiz des 15. Jahrhunderts eine grosse Attraktivität
bilden, so wie das z.B. auch bei anderen historischen Klassikern
wie „1492“, „JEANNE D‘ARC“ oder „ELIZABETH“ der Fall war. Der Film
„ZWINGLI-DER REFORMATOR“ zeigt aber auch durchaus Parallelen zu
Filmen wie „SCHINDLER‘S LISTE“ – auch bei „ZWINGLI“ steht ein Mann
mit grossen Widersprüchen im Zentrum, der aber immer emotional
spannend ist und immense Bedeutung für die Geschichte seines
Landes, aber auch weltweit geniesst. Neben dem klassischen
Kinobesucher, der grosse, episch erzählte Filme mag, setzen wir
natürlich auch auf eine historisch interessierte, intellektuelle
Publikumsschicht und Lehrpersonen, die den Film in ihren Unterricht
aufnehmen sollen.
Mit einer Vielzahl unterschiedlichster Aktivitäten würdigt Europa in den nächsten Jahren die „Welt der Reformation“. Die Schweiz darf dabei nicht zurückstehen und koordiniert ihrerseits vielfältige Projekte, die breite Bevölkerungsschichten ansprechen, Gäste anziehen und weit über Stadt und Kanton Zürich und die Landesgrenze hinauswirken werden. Unser Film wird zweifelsohne das grosse Highlight im Reigen dieser Aktionen sein – wir machen Historie erlebbar und greifbar. Generationsübergreifend und für jedermann zugänglich wird Zwinglis einzigartiger Werdegang beschrieben: Eine starke, in der Öffentlichkeit neu und differenziert wahrgenommene Figur.
Dass ein für die Schweiz so wichtiges Projekt wie ein internationaler Kinofilm über den in seinem Denken und Wirken leider vielfach unbekannten Reformator nicht zustande kommt, mögen wir uns nicht vorstellen. Aus diesem Grund spreche ich im Namen meines ganzen Teams, wenn ich der Hoffnung Ausdruck verleihe, dass unser Aufruf hier einen weiteren wichtigen Baustein zur Produktion ermöglichen wird.
Der gespendete Betrag wird zu 100% für die im Video durch Regisseur Stefan Haupt beschriebenen Ausstattungsarbeit in Stein am Rhein verwendet. Erst mit Hilfe dieser Unterstützung können wir die mittelalterliche Kulisse ganzheitlich und professionell vervollständigen.
Es handelt sich hier um den kalkulierten Gesamtbetrag, mit welchem wir für den Film wichtige Bühnen-Elemente anfertigen können. Das Mittelalter soll möglichst getreu nachgebaut werden können.
Treibende Kraft des Filmprojektes „ZWINGLI - DER REFORMATOR“ ist
die marktführende und renommierte Schweizer Filmproduktionsfirma
C-Films AG. Die mit Sitz in Zürich und Hamburg vertretene Firma
konnte mit Filmen wie “MEIN NAME IST EUGEN”, “GROUNDING – die
letzten Tage der Swissair”, “DER VERDINGBUB”, “NACHTZUG NACH
LISSABON” und “DER GOALIE BIN IG” nicht nur grosse Presse-Triumphe
feiern, sondern auch die grössten Boxoffice-Erfolge der neuen
Schweizer Filmgeschichte erzielen. Die letzten Kinofilme,
“SCHELLENURSLI” und die internationale Koproduktion des
Oscar-prämierten Regisseurs Paolo Sorrentino YOUTH (La Giovinezza),
gehörten 2015 ebenfalls bereits zu den Kino-Grosserfolgen in der
Schweiz. Neben den Drehvorbereitungen zu „ZWINGLI“ ist die C-FILMS
u.a. am Drehen einer TV-Serie für das SRF sowie am Entwickeln
mehrerer Kinoprojekte, darunter die Bestseller-Verfilmung „DIE
MITTAGSFRAU“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Julia
Franck.
Der Film wird in Koproduktion mit der Deutschen Firma EIKON FILM
WEST realisiert. Seit mehr als 50 Jahren produziert EIKON Kino- und
Fernsehfilme, Serien, Dokumentationen und Kinderprogramme.
Gegründet 1960 in München von Robert Geisendörfer, hat sich die
EIKON heute als Firmengruppe mit zehn Gesellschaften in ganz
Deutschland etabliert. Während den Jahren sind unzählige Filme
entstanden, wie etwa Kinofilme wie „KRÜCKE“ (Filmband in Gold
1993), Fernsehfilme wie „REISE IN DIE NACHT“ (1998), „JENSEITS DER
LIEBE“ (2001) und die vierteilige Literaturverfilmung JAHRESTAGE,
die für den internationalen Emmy-Award nominiert wurde. Auch zum
Eikon-Portfolio gehören der deutsch-kanadische Kinofilm BONHOEFFER
– DIE LETZTE STUFE (2001) und die deutsch-amerikanische Produktion
LUTHER (2003, Regie: Eric Till). Eine weitere Luther-Produktion in
Zusammen- arbeit mit der Degeto, „KATHARINA LUTHER“ feierte am 22.
Februar 2017 Weltpremiere auf ARD.