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treff.LGBT+ für Queers aus Graubünden

Ein Projekt aus der Region der Raiffeisenbank Bündner Rheintal

Startphase - Bitte werde Fan oder gib Feedback auf der Pinnwand.

Über unser Projekt

In der Schweiz konzentriert sich queeres Leben auf die Ballungsräume Zürich, Basel, Bern und Luzern. Daher haben es queere Menschen im Kanton Graubünden schwer, ihren Bedürfnissen an queerer Kultur, Austausch und Treff im Kanton nachzukommen. Mit dem treff.LGBT+ wollen wir ein niederschwelliges Raumangebot für LGBTIQ Menschen schaffen, Queeren Menschen im Kanton eine Anlaufstelle zu LGBTIQ-Themen bieten & LGBTI-Queerjugendlichen Räumlichkeiten und Angebote mit LGBTI-Queerjugendthemen
geben

Finanzierungszeitraum 15.01.2021 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.12.2020 - 31.12.2021
Finanzierungsschwelle 6'500 CHF
Finanzierungsziel 12'408 CHF

Worum geht es in diesem Projekt?

Für Menschen ausserhalb der heteronormativen und zweigeschlechtlichen Welt besteht ein höherer
psychischer Stress. Diese äussert sich in einer bis zu sechsfach höheren Suizidrate. Um vor allem diesem Stress entgegenzuwirken ist es notwendig, dass es für LGBTIQ Personen Angebote gibt, in denen sie nicht aufgrund ihrer Identität, Sexualität oder ihres Genders eine Minderheit bilden. Es braucht Angebote, in denen sie ihre Lebenssituation nicht immer wieder erklären müssen, um Verständnis bei anderen Menschen zu bekommen. Die Möglichkeit Freundschaften und Partnerschaften einzugehen verstärkt die entstressende Wirkung solcher Angebote.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?


  • LGBTIQ-Menschen allen Alters
  • Angehörige, Familien und Freunde von LGBTIQ Menschen
  • (Fach-) Personen, welche sich zu LGBTIQ Themen informieren und bilden wollen

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Das speziell in der Ostschweiz ein starker Bedarf im Bereich der psychischen Präventionsarbeit besteht, ist allein schon aus geografischer Sicht unumstritten. Queeres Leben in der Schweiz spielt sich faktisch und ausschliesslich leider nur in den Regionen Basel, Zürich und Bern b. Wir vom sozialwerk. LGBT+ wollen und werden uns dieser Sache annehmen und Angebote vor Ort lancieren. Wer sich mit der Thematik beschäftigt wir schnell mit dieser Realität konfrontiert, dass Angebote für queer Menschen hier schlichtweg nicht existieren und jedes Mal der Weg nach Zürich in Angriff genommen werden muss. Und junge Queers, gerade aus ländlicheren Regionen haben hier grosse Mühe respektive sind gerade auch in Zeiten von Corona kaum mehr in der Lage, sich solcher Angebote in den „Metropolen“ der Schweiz zu bedienen.

Es braucht Lösungen vor Ort, denn als LGBTIQ+ Mensch, also Lesbe, Schwuler, Bisexuelle*r, Trans*, Inter* oder Queer leben wir leider immer noch in einer zweigeschlechtlichen, heteronormativen, auf Männlichkeit aufgelegten Welt. Wenn über Geschlechter oder Gender gesprochen wird, wird dabei häufig nur an Mann und Frau gedacht. Wenn es um Familienplanung, Liebe & Beziehung geht, dreht sich beinahe immer und nur alles um Beziehungen zwischen Mann und Frau. Die Psyche leidet!

Immer noch kommt es vor, dass queere Menschen nur auf Grund ihrer Genderidentität (Trans*, Inter*, Non-Binär) oder Beziehungspartner*innenwahl (Lesben, Schwule, Bisexuelle) ausgegrenzt und beleidigt werden. Ausgrenzung und Beleidigungen geschehen selten aus böser Absicht, sondern meist aus Unwissenheit und der Heteronormativität in der wir leben.

Ein Beispiel, dass vermutlich schon fast jeder queere Mensch erlebt hat, ist das Coming Out. Anders als bei heterosexuellen Cis-Menschen"müssen" wir Queers uns Outen, damit wir so leben können, wie wir sind. Mama und Papa gehen nunmal meist davon aus, dass ihr Sohn eine Frau, ihre Tocher einen Mann mit nach hause bringen wird. Oder das unser Geschlecht mit dem überein stimmt, welches bei der Geburt bestimmt wurde.

Und unser Coming Out endet nicht zu Hause im Privaten, sondern dauert ein Leben lang. Wir müssen uns auch im öffentlichen Leben outen, z.B. wenn nach der Begleitung zum Weihnachtsanlass der Firma gefragt wird oder wenn es ums Thema "Kinder kriegen" (Familienplanung) geht. Als schwuler Mann kann es bspw. zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen, wenn man in der Disko einen anderen Mann anflirtet.

Das erklärt, warum es zum heutigen Zeitpunkt immer noch Vereine für queeres Leben gibt und geben muss. Und natürlich muss es nicht nur/gibt es nicht nur den einen Verein. Wir Queers unterscheiden uns natürlich auch stark voneinander. Jede*r hat eigene Interessen. Und jede Lebenslage benötigt auch andere Angebote.

Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich also für die Belange von Queermenschen, ihren Angehörigen und Freunden ein. Insbesondere bietet das sozialwerk.LGBT+ eine Anlaufstelle, Bildungs-, Vernetzungs-, Kommunikations- und Kulturangebote an. Das sozialwerk.LGBT+ setzt sich für Chancengleichheit des queeren Lebens in allen Belangen ein und strebt die Zusammenarbeit mit anderen gleichgerichteten Organisationen an. Es geht um die Stärkung der psychischen Gesundheit, um Prävention und die Unterstützung gegen Diskriminierung im Alltag.

Per 01.12.2020 haben wir das Glück, eigene, angemietete Räume in Chur beziehen zu dürfen. Dort, im geschützten und ehrenamtlich betreuten Rahmen, wollen wir für Queers aller Altersstufen, vor allem aber Jugendliche, Angebot schaffen.
Aufgrund fehlender Mittel sammeln wir nun Spenden von Privaten, Vereinen und anderen Fördertöpfen, bisher mit leider nur sehr mässigem Erfolg.

10 Argumenten & Abgrenzungsmerkmale für den treff.LGBT+


  • wir sind die einzige Fachanlaufstelle im Kanton Graubünden und der Ostschweiz zu LGBTIAQ Themen, keine Terminvereinbarung notwendig, da wir offene Öffnungszeiten haben werden- dazu leisten wir in 2021 über 800 ehrenamtliche Einsatzstunden!
  • wird sind vernetzt in der Jugendarbeit, Kantonal und National
  • wir sind vernetzt und aktiv in den Fachgruppen Queer (DOJ), Gender (jugend.GR), LGBTIAQ (Avenir Social)
  • wir bieten einen einzigartigen Peer to Peer Ansatz (denn alle bei uns engagierten Personen sind selbst Queer und Trans)
  • einzelne Mitarbeitende haben über 10 Jahre qualifizierte Erfahrung in der schwul-lesbischen Jugendarbeit
  • einzelne Mitarbeitende haben über 20 Jahre qualifizierte Erfahrung in der Offenen Jugendarbeit
  • im Verein sozialwerk.LGBT+ engagieren sich bereits jetzt schon mehr als sechs Personen mit Erfahrung in der Kinder- & Jugendarbeit und Sozialen Arbeit
  • wir arbeiten aktiv an Fachpublikationen des Dachverbands der offenen Kinder- & Jugendarbeit (DOJ) mit
  • Das sozialwerk.LGBT+ ist aktiver Mitverein bei den LGBTIQ-Dachorganisationen Pinkcross, LOS, TGNS und Regenbogenfamilien.
  • Das sozialwerk.LGBT+ ist Mitglied bei der Aidshilfe Graubünden und Jugend.GR (damit Mitverein im DOJ).

Wir sind überregional, kompetent und nachhaltig - in allen Belangen und wollen mit der offenen Anlaufstelle ein in der Schweiz in der Form neuartiges Angebot speziell für junge Queers schaffen (5 Fachpersonen der Jugend- uns sozialen Arbeit stehen ehrenamtlich zur Verfügung).

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Unser Verein wurde vom Kanton GR als gemeinnützig anerkannt. Demnach fliessen alle Mittel unmittelbar in die Arbeit von sozialwerk.LGBT+. Wir haben einen Budgetplan erstellt und brauchen für die Erstausstattung unseres Raumes Inventar. Die für 2021 geplanten Projekte und Aktivitäten sind und werden zu 100% aus Spenden finanziert. Unsere Mitglieder*innen zahlen keinen Mitgliedsbeitrag- jeder soll zu uns kommen können und an den Angeboten teilnehmen, ohne dafür Geld bezahlen zu müssen! Wir sehen uns auch als Bildungseinrichtung für Queers und das gesamte Umfeld.

Finanzierungsschwelle Mindestgrundausstattung für unseren Raum (must haves) - Regenbogenflaggen - Grundausstattung Küche (Gläser , Teller, etc.) - Deko - Küchenzeile - Hochtische 2 Stück - 8 Hochstühle - Schreibtisch - Schrank fürs Büro - 1 Bürostuhl - 1Garderobe - 1Schirmständer - Pflanzen - Kehrrichtkübel - Induktionskochfeld mit 2 Pfannen - Lampen - Vorhänge - Wandfarbe/Malerzubehör - Bluetooth Boxen zum Musikabspielen (YAMAHA Music Cast) - Kaffeemaschine - Wassersprudler - Wasserkocher - Brett- und Kartenspiele - Werkzeug

Finanzierungsziel Dann haben wir alles im Raum, was wir brauchen inkl. einem Töggli Chascht, bequeme Sofas mit Kissen und schönere Deko an den Wänden, Teppich und Wohlfühlatmosphäre

Wer steht hinter dem Projekt?

Der Verein und seine Mitglieder*innen. 2 private Investoren, die sozialen Dienste der Stadt Chur und unsere Netzwerkpartner in der Region (Jugend.GR, Avenir Social), unsere gewonnenen Unterstützer RhB, Rhiienergie, Axa Winterthur, der Fonds Respect (gebildet aus den Dachorganisationen TGNS, Pinkcross und LOS) und andere Kleinspender.

Projekt-Starter kontaktieren
sozialwerk.LGBT+
Björn Niggemann
Goldgasse 4
7000 Chur Schweiz

Private Anschrift
Räfiserhalde 50
9470 Buchs
Schweiz