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Wir sind doch alle irgendwie Künstler – Was Demenz uns lehrte

Ein Projekt aus der Region der Raiffeisenbank Aare-Reuss

Warum dieses Buch wichtig ist

Demenz wird oft nur als Verlust und Defizit wahrgenommen. Dieses Buch bricht mit diesem einseitigen Blick und zeigt eine neue Perspektive: Demenz als eine Form radikaler Lebenskunst. Anhand der berührenden Reise meiner Mutter – vom ersten Vergessen bis zur „grossen Zuversicht“ – erzähle ich, wie wir den Fokus von der kognitiven Logik auf die emotionale Wahrheit verschieben können.

Es ist ein Mutmacher für Angehörige, Pflegefachkräfte und Betroffene. Das Buch vermittelt keine starren Regeln, sondern inspiriert dazu, die „unentscheidbaren Fragen“ mit dem Herzen zu beantworten. Es zeigt, dass Würde auch dort bleibt, wo die Sprache zerfällt und dass Liebe bedeutet, mit dem Gegenüber in dessen Welt zu tanzen. Ein Plädoyer einen empathischen Umgang mit dem Alter und eine Einladung, die Welt – trotz aller Schwere – mit Humor, Kreativität und Staunen neu zu sehen.

CHF 5’666
CHF 3’000
Mindestbetrag
CHF 15’000
Wunschbetrag
61
Unterstützungen
26
Tage

Endspurt: Noch 20 Tage bis zu unserem Ziel!

Erich Weidmann
Erich Weidmann
13. April 2026

Liebe Unterstützer,
nur noch 20 Tage trennen uns vom großen Finale! Ich bin tief dankbar für die beeindruckende Summe, die wir bereits gemeinsam erreicht haben. Jetzt geht es darum, diesen „Buchwert“ Stein für Stein in die Realität umzusetzen und unserem Ziel einer gemeinsamen Sammlung noch näherzukommen.
Damit wir den entscheidenden Schritt schaffen, bin ich auf eure Hilfe angewiesen: Bitte teilt das Projekt in den sozialen Medien oder über eure privaten Kanäle. Jede Erwähnung hilft uns, weitere Kreise zu ziehen.
Wer mehr über die Hintergründe wissen möchte: Im kommenden Interview mit der Zeitschrift Lebensqualität erfahrt ihr alles über die Motivation und den gemeinnützigen Kern dieses Projekts.
Ich freue mich über jede weitere Unterstützung!
Bewegte Grüße, Erich

Zeitschrift Lebensqualität - Ein interessantes Buchprojekt

Im Gespräch: Richard Hennessey mit Erich Weidmann
Unter dem Titel Wir sind doch alle irgendwie Künstler schreibt Erich Weidmann über den gemeinsamen Weg mit seiner demenzkranken Mutter. Das Buch wird im Verlag LQ erscheinen – aktuell läuft ein Crowdfunding, um die hochwertige Umsetzung dieses Herzensprojekts zu ermöglichen.

Hennessey: Erich, du blickst auf 40 Jahre Erfahrung in der professionellen Pflege zurück und bist tief mit der Kinaesthetics-Bewegung verbunden. Nun schreibst du ein Buch, das die achtjährige Reise deiner Mutter Frieda durch die Alzheimer-Demenz beschreibt. Was bewegt dich dazu, diesen Schritt an die Öffentlichkeit zu gehen?

Weidmann: Mein gesamter Berufsweg war von der Begleitung demenzbetroffener Menschen geprägt. Dabei habe ich oft erlebt, wie tief die Überforderung gehen kann – bei mir selbst, bei meinen Pflegekolleginnen und -kollegen, aber vor allem in ganzen Familiensystemen. Als dann bei meiner eigenen Mutter die Diagnose Alzheimer feststand und kurz darauf mein Vater verstarb, lernte ich diese Sorgen plötzlich hautnah aus der Perspektive des Angehörigen kennen. Ich musste am eigenen Leib erfahren, dass die Sorge um einen geliebten Menschen keine geregelten Arbeitszeiten kennt. Sie ist immer präsent. Doch obwohl uns diese Sorge über die gesamte Zeit der Begleitung begleitete, entdeckten wir auch etwas Unerwartetes: Inmitten dieser oft so grausam wirkenden Diagnose gab es unendlich viele schöne, passende und zutiefst menschliche Momente. Diese Momente der ‚Lebenskunst‘ faszinierte uns auch als Familie.

Hennessey: Das Buch mit dem Titel «Wir sind doch alle irgendwie Künstler» wird kein Kinaesthetics-Fachbuch im klassischen Sinne. Es ist vielmehr ein Buch, geschrieben von einem Kinaesthetics-Trainer, der das gemeinsame Suchen in der Interaktion immer mehr über das reine Fachwissen stellt.

Weidmann: Ich setze mich darin mit den individuell erschaffenen Welten auseinander – und damit, was diese Welten für uns alle bedeuten können, gerade auch die von Menschen mit Demenz. Für mich ist die Kommunikation über Berührung und Bewegung eine unverfälschte Ebene der Begegnung. Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, bleibt diese unmittelbare Form des Austauschs bestehen. Diese Haltung hat meine Begegnungen mit meiner Mutter tief beeinflusst. Ich hoffe, dass dieser Ansatz im Buch auch für Menschen spürbar wird, die bisher noch keine Berührungspunkte mit Kinaesthetics hatten.

Hennessey: Du suchst aktuell über ein Crowdfunding nach finanzieller Unterstützung, um dem Buch den letzten Schliff in Sachen Sprache, Gestaltung und Druck zu geben. Warum ist dieser Aufwand notwendig?

Weidmann: : Mir ist bewusst, dass meine persönliche Geschichte noch die Begleitung von Profis aus verschiedenen Bereichen benötigt – sei es im Lektorat oder im Layout. Zusätzlich möchte ich wertvolle ergänzende Informationen und Fachgeschichten aus dem Kinaesthetics-Netzwerk integrieren. Das alles hat seinen Preis. Durch Freunde wurde ich auf die Crowdfunding-Plattform der Raiffeisenbank aufmerksam. Da die Bank die Technologie für gemeinnützige Zwecke kostenlos zur Verfügung stellt und ich dieses Buchprojekt der Öffentlichkeit ‚schenken‘ möchte, passte das perfekt. Die Plattform hat die Gemeinnützigkeit des Verlags-LQ der Stiftung Lebensqualität sofort anerkannt. Mein Ziel ist es, die Kosten so zu decken, dass die Stiftung selbst kein finanzielles Risiko eingehen muss.“

Hennessey: Warum hast du dich für den Verlag der Stiftung LQ entschieden?

WeidmannDer Stiftungszweck – die Befähigung von Menschen, die Bewusstseinsbildung für Pflegequalität und die Verbreitung von Kinaesthetics durch einen eigenen Verlag – deckt sich eins zu eins mit meinem Projekt. Da ich die Aktivitäten der Stiftung schon lange unterstütze, hoffe ich sehr, dass dieses Buch auch dazu beitragen kann, die Stiftung und ihre Anliegen noch bekannter zu machen.

Hennessey: Was verbindet dich persönlich so stark mit der Stiftung? ¨

Weidmann: Das ist eine lange Geschichte. In einem Schreibworkshop der Stiftung vor 15 Jahren habe ich begonnen, mein ‚Schreibtrauma’ aus meiner Jugendzeit anzuerkennen und trotzdem den Mut zu finden, Geschichten zu erzählen. So entstanden über die Jahre mehrere Artikel für diese Zeitschrift – unter anderem der Beitrag ‚Unsere Mutter ist eine Künstlerin‘, der noch während der Begleitung meiner Mutter geschrieben wurde. Das schafft eine tiefe persönliche Verbindung. Aber auch die internationale Aufgabe der Stiftung, Kinaesthetics in anderen Ländern zu entwickeln, ist mir ein sehr wichtiges Anliegen.“

Hennessey: Erich, zum Abschluss: Wenn dein Buch im nächsten Jahr fertig ist und ein pflegender Angehöriger oder eine Pflegekraft es zum ersten Mal aufschlägt – welches Gefühl oder welchen Gedanken möchtest du dieser Person mit auf den Weg geben?

Weidmann Ich würde mich freuen, wenn diese Person beim Lesen und beim Betrachten der Bilder Zuversicht und Hoffnung erfährt – und sich dabei des eigenen Mutes bewusst wird. Es ist ein Mut, der es zulässt, sich ganz auf das Suchen im Moment einzulassen.

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