Kampagnen
Mit der Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegggemeinsam zu neuen Heldentaten!
Ab sofort unterstützt die Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegglokale Projekt-Starter mit einem Spendentopf aktiv bei der Durchführung eines Projekts auf lokalhelden.ch.
Bei jeder Spende zu Gunsten des Projekts gibt die Bank einen Betrag aus dem Spendentopf dazu – äs het, solang das het!
Wie funktionierts?
- pro Unterstützer oder Unterstützerin wird die Spende bis maximal CHF 10 verdoppelt
- pro Projekt werden 10% vom Mindestbetrag des Projektes und maximal CHF 200 aus dem Spendentopf verteilt
Beispiel: bei einer Spende von CHF 10 verdoppeln wir den Betrag auf CHF 20 bei einer Spende von CHF 100 werden pauschal CHF 10 dazugegeben, was einen Betrag von CHF 110 ergibt.
Nachfolgende Unterstützungen konnten am Projekt gewählt werden
Jährlich werden in der Schweiz schätzungsweise mehrere tausend
Rehkitze bei der Grasernte „vermäht“. Diese Unfälle mit
Mähmaschinen führen zu Verstümmelungen und in vielen Fällen zu
einem fürchterlichen Tod der Kitze. Der Grund für dieses „Vermähen“
liegt in einem angeborenen Verhalten der Kitze, bei Gefahr an Ort
und Stille still im Gras liegend zu verharren, anstelle der Flucht.
In der freien Natur hat sich dieses Verhalten bewährt, da die Kitze
geruchlich für Fressfeinde kaum wahrnehmbar und im hohen Gras auch
nicht sichtbar sind. Bei Mähwerken, welche grossflächig und mit
hoher Geschwindigkeit das Gras schneiden, führt dieses Verhalten
unweigerlich zur Katastrophe.
Grundsätzlich sind die Landwirtinnen und Landwirte für das
Ergreifen von Massnahmen zur Verhinderung solcher Unfälle
verantwortlich. Viele Jagdgesellschaften unterstützen aber die
Landwirt:innen. Herkömmliche Methoden setzen dabei u.a. auf Fahnen
(Stangen mit raschelnden Plastiksäcken oder Metallfolien), welche
unmittelbar vor dem Mähen in der betreffenden Wiese platziert
werden (sog. Verblenden). Dabei sollen die Rehgeissen (also die
Mütter der Kitze) veranlasst werden, ihren Nachwuchs aus der Wiese
zu bringen. Je nach Zeitpunkt, Dichte der Verblendstangen und Lage
und Struktur der Wiesen ist der Erfolg nicht immer garantiert. So
haben wir am Morgen nach dem Verblenden schon Rehkitze in
unmittelbarer Nähe zu Verblendstangen gefunden. Die Entwicklung von
Drohnen mit Wärmebildkameras eröffnet nun die Möglichkeit, anstelle
oder ergänzend zum Verblenden vor dem Mähen die Wiesen effizient
abzusuchen. Die bodengestützte Suche mit Wärmebildkameras bringt
wenig, da bedingt durch den flachen Blickwinkel die Grashalme das
Kitz verdecken und die Wärmestrahlung (langwelliges Infrarot)
gleich wie auch das sichtbare Licht abgeblockt wird.
Wie funktioniert die Rehkitzrettung mit
Drohne?
Bei der Rehkitzrettung mit Drohne fliegt eine Pilotin oder Pilot
unmittelbar vor dem Mähen die entsprechenden Wiesen ab. Wird ein
Rehkitz entdeckt, lässt die Pilotin oder der Pilot die Drohne über
dieser Stelle schweben und 1-2 helfende Personen können zum Kitz
hingehen, ggf. mit Anweisungen via Funk. Dieses wird durch die
fachlich geschulten Personen sorgfältig aus der Wiese transportiert
und in einer gut durchlüfteten Kiste verwahrt, bis die Wiese gemäht
ist. Unmittelbar danach wird dieses wieder freigelassen. Die Mutter
kümmert sich danach wieder um ihren kleinen Nachwuchs.
Warum wollen wir eine Drohne anschaffen?
Wir konnten im Jahr 2023 in Zusammenarbeit mit externen
Drohnenpiloten erste Erfahrungen mit dem Drohneneinsatz bei der
Rehkitzrettung sammeln. Diesbezüglich stehen wir auch mit
umliegenden Revieren im Kontakt. Bedingt durch den grossen
Wiesenanteil im Revier lässt sich aber der Bedarf nicht abdecken.
Für einen Pickett-Dienst, welcher im Zeitraum April bis Juni
typischerweise jeden Morgen zwischen 04:00 und 07:00 angeboten
werde muss, werden mehr Drohnen und Pilot:innen benötigt, selbst
wenn dies mit umliegenden Revieren koordiniert wird (was auch in
Planung ist). Deshalb plant der Jagdverein Hubertus die Anschaffung
einer eigenen Drohne. Die technische und praktische Vorevaluation
ergab als geeignetes Modell eine DJI Mavik 3 Enterprise. Zusammen
mit den Ersatzakkus gehen wir von einem Bedarf von CHF 7000.-
aus.
Das Geld wird vollständig in eine Drohne (voraussichtlich DJI Mavik 3 Enterprise) und mindestens 3-4 Ersatz-Akkus sowie Ersatzrotoren und benötigtes Kleinmaterial investiert.
Das Geld wird vollständig in eine Drohne (voraussichtlich DJI Mavik 3 Enterprise) und mindestens 1 Ersatz-Akku sowie einem Ersatzrotor und benötigtes Kleinmaterial investiert
Das Geld wird vollständig in eine Drohne (voraussichtlich DJI Mavik 3 Enterprise) und mindestens 3-4 Ersatz-Akkus sowie Ersatzrotoren und benötigtes Kleinmaterial investiert.
JAGDVEREIN HUBERTUS Kienberg
Der Jagdverein Hubertus Kienberg ist im Rahmen eines Pachtvertrages
mit dem Kanton Solothurn zuständig für die jagdliche
Bewirtschaftung des Reviers Kienberg und die Wildhut in diesem
Revier. Der Jagdverein ist ein Zusammenschluss von acht
jagdberechtigten Personen (Aktivmitglieder, Gäste) und zwei
Passivmitglieder. Im Moment verfügt er über drei
Drohnenpilot:innen. Der Verein übernimmt dabei Aufgaben im Bereich
Wildschutz (sowohl Schutz des Wildes als auch Schutz vor Wild, also
Wildschadensverhütung). Dazu gehört auch die Unterstützung der
Landwirte bei Prävention von Unfällen mit Rehkitzen beim Mähen und
generell das Bergen von verunfallten oder erkrankten
Wildtieren.
Das Revier Kienberg umfasst eine Fläche von 852 ha, davon 335 ha
Wald und dementsprechend einen grossen Anteil an Wiesen, welche
unterschiedlich genutzt werden (Fettwiesen, Ökoheu- und
Magerwiesen, Weiden). Bis auf ein kleines Areal auf der
Jura-Südseite liegt das Revier nördlich des Jura-Hauptkammes
zwischen einer Höhenlage von 448 bis 912 m.ü.M. Neben Reh und
Wildschwein, Gams, vereinzelten Feldhasen, Dachs und Fuchs, streift
auch der Luchs durchs Revier. Zudem konnten vereinzeln Neozoen
beobachtet werden, u.a. der Marderhund.
Die Jagd im Revier ist ein Teil eines umfassenden
Wildtiermanagements. Eine nachhaltige Bewirtschaftung und der
Schutz der Wildtierbestände ist ein wichtiges Anliegen des Vereins.
Die Jagd erfolgt unter Berücksichtigung eines best-möglichen
Tierschutzes nach ökologischen Grundsätzen.
Mehr Tierschutz im Kanton Solothurn! 💪