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❤ Rehkitzrettung mit einer Drohne in Baselland und Umgebung

Ein Projekt aus der Region der Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet

Die Gefahr für Rehkitze, während der Mäharbeiten auf einem Feld verletzt zu werden, ist sehr gross. Die konventionellen Methoden sind nicht ausreichend, wohingegen der Einsatz von speziellen Drohnen mit Wärmebildkamera eine hohe Erfolgsquote verspricht. Leider gibt es weiterhin zu wenig spezialisierte Drohnenpiloten, um ein ausreichendes Angebot zu ermöglichen.

Dieses Crowdfunding ermöglicht mir als ausgebildeter Drohnenpilot eine Drohne mit Wärmebildkamera zu kaufen und ehrenamtlich in einem Team aus Landwirten, Jagdaufsehern und freiwilligen Helfern an der Suche und Rettung der Rehkitze teilzunehmen.

CHF 7’120
CHF 7’020
Mindestbetrag
CHF 8’000
Wunschbetrag
38
Unterstützungen

Plötzlich ging es doch noch ganz schnell...

H. Tschan
H. Tschan
27. Mai 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer

Nachdem ich erst kürzlich noch im Schnee meine Prüfung abgelegt habe, ging es plötzlich mit dem Frühling und der Kitzsaison los. Inzwischen habe ich bereits die ersten Felder abgeflogen und zeige Euch gerne, wie eine Rehkitzrettung abläuft.

Als Erstes meldet die Landwirtin oder der Landwirt über eine unkomplizierte Anmledung die Felder an, die gemäht werden sollen. Anschliessend wird das Feld von den Kolleginnen und Kollegen der Rehkitzrettung Schweiz dem nächstgelegenen Piloten zugeteilt.

Sobald das Feld im Editor des Piloten erscheint, beginnen wir damit, die Flugbahn der Drohne zu programmieren und dabei Hindernisse zu definieren. Gleichzeitig informieren wir eine zuständige Jägerin oder einen zuständigen Jäger sowie mindestens eine weitere Helferin oder einen weiteren Helfer. Sobald alle bestätigt haben, startet der Einsatz in der Regel noch vor 4 Uhr morgens: gemeinsam mit der Jägerin/Jäger, der Landwirtin/Landwirt und der Helferin/demHelfer werden die Felder abgeflogen.

Der eigentliche Abflug dauert je nach Feld zunächst rund 10 Minuten. Anschliessend werden auffällige Stellen im Feld von den Helfenden und den Landwirtinnen und Landwirten aufgesucht und genauer kontrolliert. Falls sich dort ein Rehkitz befindet und es nicht bereits weggelaufen ist, wird es mit einer Harasse gesichert. Diese wird mit einem Gewicht beschwert und mit einem Fähnchen markiert. Nach dem Mähen wird die Harasse wieder entfernt, sodass die Geiss ihr Kitz abholen kann.

Bis jetzt konnte ich zwei Flugtage absolvieren und bin dabei jeweils sieben Felder abgeflogen. Der letzte Flug war jeweils gegen 7 Uhr. Durch die momentan sehr warmen Temperaturen werden die Sichtverhältnisse mit der Wärmebildkamera bereits um diese Zeit anspruchsvoll, da sich der Boden rasch erwärmt. Dadurch vermischen sich die Thermosignaturen der Rehkitze schnell mit der Umgebung.

Nach dem Flug wird die komplette Ausrüstung gereinigt, die Akkus werden wieder geladen und die Drohne wird inspiziert. Anschliessend erfassen wir im Editor noch die Statistik, damit am Ende des Jahres schweizweit eine gute Übersicht besteht, wie viele Felder abgeflogen wurden.

Meine bisherige Bilanz:

  • 1 Rehkitz gefunden und gesichert
  • 2 Rehkitze entdeckt, die anschliessend weggesprungen sind
  • 1 Fuchs und 1 Katze entdeckt, beide sind weggelaufen
  • 14 Felder abgeflogen
  • 4 Stunden reine Flugzeit
  • 17 km Flugstrecke

Es gibt viele Fotos von geretteten Kitzen, und es wird immer wieder kontrovers diskutiert, ob jedes Kitz unbedingt fotografiert werden sollte. Ich persönlich habe bisher noch kein Foto gemacht, darf Euch hier aber freundlicherweise zwei Fotos von anderen Kollegen aus der Schweiz anhängen.

Ich bin Euch allen nach wie vor von Herzen dankbar, dass Ihr mir dies ermöglicht habt. Es freut mich sehr, dank Eurer Unterstützung gemeinsam mit den Jägerinnen und Jägern sowie den Helferinnen und Helfern unterwegs sein und einen Beitrag zur Rehkitzrettung leisten zu können.

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