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PICTOMED - Healthcare beyond language borders

Ein Projekt aus der Region der Raiffeisenbank Zürich

Über unser Projekt

PICTOMED - visuelle Kommunikationshilfe zur Überwindung von Sprachbarrieren in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Wir rüsten das Gesundheitspersonal mit einer grossen Anzahl illustrierter Symptome (gegen 300 digitale Zeichnungen) aus, die über eine Website-App anwenderfreundlich, sprachunabhängig und interaktiv erfragt werden können.
Entdecke den Prototyp

Finanzierungszeitraum 06.08.2020 15:29 Uhr - 18.09.2020 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum  Ende 2020 (Prototyp 08/20)
Finanzierungsschwelle 5'500 CHF
Finanzierungsziel 50'000 CHF

Worum geht es in diesem Projekt?

Das Arzt-Patienten-Gespräch ist integraler Bestandteil sowohl des diagnostischen wie auch therapeutischen Erfolges. Verständigung schafft Vertrauen und darf nicht an Sprachbarrieren scheitern.

Die Notwendigkeit von Dolmetscherleistungen in Gesundheitsinstitutionen bei Patienten, die der lokalen Sprache nicht genügend mächtig sind, ist international (WHO) unbestritten.
Auf ethisch-rechtlicher Ebene sind die Dolmetscherleistungen durch Minderjährige, Familienangehörige oder “Bekannte” nicht vertretbar. Es erklärt sich von selbst, dass dies in einem vertraulichen Arzt-Patienten-Gespräch nicht zuträglich ist. Fremdsprachige Patienten kommunizieren weniger offen - sei es aus Scham oder Rücksicht - in Gegenwart eines Familienmitgliedes oder Bekannten. Es verletzt die Patientenautonomie und Würde und die Qualität der Dolmetscherleistung kann selten überprüft werden.
Gemäss wissenschaftlichen Empfehlungen ist zudem für die Arzt-Patienten-Kommunikation ein hohes Sprachniveau erforderlich (C-Niveau, Proficiency-Level).
Es ist jedoch bekannt, dass im Gesundheitswesen zu wenig oder gar keine professionellen Dolmetscher aufgeboten werden. Meist werden fehlende Angebote, Finanzierungslücken und administrative Hürden als Grund angegeben.
Pictomed.org soll ein niederschwelliges, flexibles und kostenfreies Angebot sein, ohne viel Aufwand für den Anwender. Der Vorteil gegenüber sprachspezifischen Angeboten ist eine breite Sprach-und Alphabet-unabhängige Anwendung. Nach Einschätzung des Sprachniveaus kann damit eine allgemeine Erstanamnese über die Schaltflächen des 2D-Körpers erfolgen oder es können lediglich unterstützend spezifische Symptome erfragt werden, für die das Sprachniveau des Patienten nicht ausreicht. Ein weiterer Vorteil der Applikation ist überdies, dass die Kommunikation direkt zwischen Arzt und Patient stattfindet und nicht wie üblich über Drittpersonen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Anwender = Gesundheitspersonal, die sensibilisiert auf Sprachbarrieren sind und nach konstruktiven, praxisnahen Lösungen bei Verständnisproblemen suchen.
Zielgruppe von PICTOMED sind Personen, die der lokalen Sprache nicht oder ungenügend mächtig sind, um ein Arzt-Patienten-Gespräch zu führen. PICTOMED ist vor allem für marginalisierte Patienten mit Sprachbarrieren auf Grund von Migrationshintergrund entwickelt worden. Potentiell können aber weitere Patientengruppen profitieren (beispielsweise Patienten mit Verständigungsproblemen auf Grund von Autismus, Taubheit, neurologischer und/oder logopädischer Beeinträchtigung).

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Es liegt uns viel daran, uns dafür einzusetzen, dass Personen mit Migrationshintergrund und Sprachbarrieren eine gute Gesundheitsversorgung erhalten und die Rechte dieser Patientengruppe geachtet werden. Wir hoffen mit dem Projekt PICTOMED eine kleine Abhilfe schaffen und eine praxisnahe Lösung anbieten zu können. Die Website-App kann in einfachen Fällen einen Dolmetscherdienst ersetzen, bei komplexen Sachverhalten jedoch eher aufzeigen, dass es einen professionellen Übersetzer braucht. Grundsätzlich ist PICTOMED überhaupt nicht als Konkurrenz zu anderen Kommunikationshilfen zu verstehen. Das Ziel ist, die Diskussion um professionelle Interpreten in der Medizin anzustossen, die Ärzteschaft zu sensibilisieren und Migranten zu unterstützen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Technische Umsetzung und Software-Entwicklung durch einen professionellen Programmierer (frappant in Bern).

Finanzierungsschwelle 1. Meilenstein = Screendesign Website: In einem ersten Schritt, erfolgt die Umsetzung eines einfachen Prototyps in Form eines Clickdummys. Anhand dieses Prototyps wird zum einen die Gestaltung der Website angegangen und zum anderen die angedachten Prozesse hinterfragt. Bei einem Clickdummy handelt es sich nicht um eine technische Entwicklung, sondern um einen Aneinanderreihung und Verlinkung verschiedener Screens. Der Clickdummy dient als Proof of Concept (PoC) und eignet sich hervorragend als Argumentationsgrundlage bei möglichen Stakeholder zur Finanzierung des Projektes. Sobald das Screendesign abgenommen ist und mögliche Falschannahmen in Bezug auf die geplanten Prozesse bereinigt sind, kann die Entwicklung der Website beginnen.

Finanzierungsziel Details und Meilensteine der technischen Umsetzung/ Softwareprogrammierung: 1. Prototyp: 5500.– CHF 2. Umsetzung Gerüst Website: 12’000 CHF 3. Integration aller Daten (Anamnese-Bildserien): 11’000 CHF 4. Testing und GoLive: 1500 CHF (geplant für Herbst 2020). 5. Integration weiterer Daten (entwickelte Bildserien zu Diagnostik, Therapie, Psychosoziales, Entwicklungspädiatrie, geplant ab Januar 2021): 10'000 CHF 6. Optimierung der Website-App nach Validierung 2021-22: 10'000 CHF Geschätzter Arbeitsaufwand der Kommunikationsagentur "frappant": 250 Stunden. Geschätzter Arbeitsaufwand zur Entwicklung des Inhalts der Website-App (ehrenamtliche Vereinstätigkeit): - Arbeitsaufwand für Konzeptentwicklung, Entwürfe, Recherchen, Suche nach Projektpartnern, Organisation etc., insgesamt über 1000 Arbeitsstunden (2017-2021). - Gestalterischer Arbeitsaufwand: 3 Stunden pro digitale Zeichnung, insgesamt kann von 1000 Arbeitsstunden ausgegangen werden (2017-2021).

Wer steht hinter dem Projekt?

PICTOMED ist eine Nicht-Profit-Organisation respektive ein Trägerverein. Neben Entwicklung und Verwaltung der Website-App möchten wir uns in Öffentlichkeits-, Aufklärungs- und Forschungsarbeit im Bereich interkulturelle Kommunikation im Gesundheitswesen engagieren.
Ein weiterer Ansatz ist das Empowerment von Personen mit Migrationshintergrund. Wir möchten unsere Zielgruppe mit der Funktionsweise der Kommunikationshilfe vertraut machen. Personen mit Sprachbarrieren auf Grund von Migrationshintergrund sollen auf ihr Recht zur Kommunikationshilfe bestehen und diesbezüglich den Arzt (wenn nötig) sensibilisieren.
Wir sind eine Ärztin und eine Grafikerin. Wir arbeiten beide ehrenamtlich seit 2017 an diesem Projekt.
PICTOMED ist gewachsen aus meinen persönlichen Einsichten und Bemühungen seit dem Medizinstudium. Aufgrund meiner kulturellen und sprachlichen Interessen bin ich auf diese Problematik sehr sensibilisiert sowie fasziniert vom Dolmetschen. Mit Bedauern und wachsender Besorgnis sehe ich den Umgang mit fremdsprachigen Migranten im Gesundheitswesen.

Projekt-Starter kontaktieren
Pictomed
Felicitas Mueller
Langmattweg 5
8053 Zürich Schweiz

Der Spendentopf der Raiffeisenbank Zürich

2'000 CHF

8'000 CHF von 10'000 CHF verteilt

Mit der Raiffeisenbank Zürich gemeinsam zu neuen Heldentaten!

Ab sofort unterstützt die Raiffeisenbank Zürich lokale Projekt-Starter mit einem Spendentopf aktiv bei der Durchführung eines Projekts auf lokalhelden.ch.

Bei jeder Spende zu Gunsten des Projekts gibt die Bank bis 31.12.2020 einen Betrag aus dem Spendentopf dazu – äs hät, solag's hät!

Wie funktionierts?

  • pro Projekt werden maximal CHF 1'000 aus dem Spendentopf verteilt
  • pro Unterstützer oder Unterstützerin wird die Spende bis maximal CHF 100 verdoppelt
  • Sobald das Projekt erfolgreich ist, die Finanzierungsschwelle erreicht wurde, gibt es keine zusätzliche Unterstützung aus dem Spendentopf mehr. Schnell sein lohnt sich!

Weitere Informationen:

Zum Spendentopf