Ce site Web utilise des cookies. En utilisant le site Web, vous acceptez l'emploi de cookies. Pour en savoir plus

Code de vote activé :
Le code saisi n’est pas valide
Le code a déjà été utilisé pour un projet ou une organisation. Afficher
Votre vote a déjà été exprimé

Wir sind doch alle irgendwie Künstler – Was Demenz uns lehrte

Un projet de la région de la Raiffeisenbank Aare-Reuss

Warum dieses Buch wichtig ist

Demenz wird oft nur als Verlust und Defizit wahrgenommen. Dieses Buch bricht mit diesem einseitigen Blick und zeigt eine neue Perspektive: Demenz als eine Form radikaler Lebenskunst. Anhand der berührenden Reise meiner Mutter – vom ersten Vergessen bis zur „grossen Zuversicht“ – erzähle ich, wie wir den Fokus von der kognitiven Logik auf die emotionale Wahrheit verschieben können.

Es ist ein Mutmacher für Angehörige, Pflegefachkräfte und Betroffene. Das Buch vermittelt keine starren Regeln, sondern inspiriert dazu, die „unentscheidbaren Fragen“ mit dem Herzen zu beantworten. Es zeigt, dass Würde auch dort bleibt, wo die Sprache zerfällt und dass Liebe bedeutet, mit dem Gegenüber in dessen Welt zu tanzen. Ein Plädoyer einen empathischen Umgang mit dem Alter und eine Einladung, die Welt – trotz aller Schwere – mit Humor, Kreativität und Staunen neu zu sehen.

CHF 4’566
CHF 3’000
Montant minimum
CHF 15’000
Montant désiré
44
Parrainages
40
jours

Interview: Die hohe Kunst des passenden Augenblicks

Erich Weidmann
Erich Weidmann
17 mars 2026

Pflegekultur: Aus einer persönlichen Familiengeschichte ist über acht Jahre hinweg ein Buch gereift. Wie kam es zu dem Entschluss, diese privaten Erfahrungen öffentlich zu machen?
Erich Weidmann: Von Berufswegen trug ich bereits viele Erfahrungen und Geschichten in mir, als Demenz in unserer eigenen Familie zum Thema wurde. Mein Bruder führte uns damals in eine digitale Plattform ein, um ein gemeinsames Tagebuch zur Organisation zu führen. Doch was als Planungstool begann, entwickelte sich schnell zu einem Raum für Austausch und Reflexion. Nach dem Tod unserer Mutter wurde uns allen bewusst, wie wertvoll diese acht Jahre voller Einträge waren. 2018 entstand eine erste Skizze, die nun über die Zeit gereift ist – ein organischer Schritt-für-Schritt-Prozess.
Pflegekultur: Beim Sichten des Materials fiel Ihnen auf, dass Sie fast natürlich eine Kultur entwickelt haben, die auf das Schaut, was möglich ist – Sie sprechen sogar davon, die „Künstlerin“ in Ihrer Mutter zu suchen. Wie hat das Ihre Perspektive verändert?
Erich: Es war faszinierend zu sehen, wie Mutter ihren Alltag gestaltete, auch wenn uns das nicht immer logisch erschien. Wir begannen, das Gelingende zu suchen. Besonders berührt hat mich, dass auch Außenstehende – wie Besucher der Kirchgemeinde oder die Spitex – diese „Künstlerin“ in ihr fanden, sobald wir ihnen den Zugang dazu ermöglichten. Diese Perspektive auf das Hier und Jetzt zu lenken, dabei hat mir auch die Stiftung Lebensqualität enorm geholfen. Deshalb ist es mir so wichtig, das Buch gemeinsam mit ihnen zu realisieren.
Pflegkultur: Wenn ein pflegender Angehöriger nach einer schweren Nacht bei Ihnen das Buch bestellt – was möchten Sie dieser Person mitgeben?
Erich: In solchen Momenten spüre ich oft meine eigene „Ohne-Macht“. Ich wäre vermutlich erst einmal tief berührt, dass sich diese Person auf die Situation einlässt. Ich würde mich bedanken, dass sie den Mut hat, diese Nacht vor mir auszubreiten. Mein Wunsch ist, dass meine Worte helfen, auch in den nächsten Nächten als „Suchende im Moment“ unterwegs zu sein – und in passenden wie unpassenden Erfahrungen die Hoffnung nicht zu verlieren. Genau dazu möchte mein Buch „Wir sind doch alle irgendwie Künstler – was Demenz uns lernte“ ermutigen.

Une erreur est survenue lors de l'enregistrement.

Choisis un ou plusieurs des soutiens suivants