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Wir sind doch alle irgendwie Künstler – Was Demenz uns lehrte

Un projet de la région de la Raiffeisenbank Aare-Reuss

Warum dieses Buch wichtig ist

Demenz wird oft nur als Verlust und Defizit wahrgenommen. Dieses Buch bricht mit diesem einseitigen Blick und zeigt eine neue Perspektive: Demenz als eine Form radikaler Lebenskunst. Anhand der berührenden Reise meiner Mutter – vom ersten Vergessen bis zur „grossen Zuversicht“ – erzähle ich, wie wir den Fokus von der kognitiven Logik auf die emotionale Wahrheit verschieben können.

Es ist ein Mutmacher für Angehörige, Pflegefachkräfte und Betroffene. Das Buch vermittelt keine starren Regeln, sondern inspiriert dazu, die „unentscheidbaren Fragen“ mit dem Herzen zu beantworten. Es zeigt, dass Würde auch dort bleibt, wo die Sprache zerfällt und dass Liebe bedeutet, mit dem Gegenüber in dessen Welt zu tanzen. Ein Plädoyer einen empathischen Umgang mit dem Alter und eine Einladung, die Welt – trotz aller Schwere – mit Humor, Kreativität und Staunen neu zu sehen.

CHF 4’566
CHF 3’000
Montant minimum
CHF 15’000
Montant désiré
44
Parrainages
40
jours

Choisis un ou plusieurs des soutiens suivants

Période de financement 5 févr. 2026 18:07 Heure - 2 mai 2026 23:59 Heure
Temps nécessaire à la réalisation 15.8.26 - 1.2.27

Demenz wird in unserer Gesellschaft meist als Schreckensszenario wahrgenommen – als ein reiner Abbau von Kompetenzen, Erinnerungen und Persönlichkeit. Angehörige fühlen sich oft hilflos, und das System reagiert mit starren Regeln. Doch was passiert, wenn wir den Fokus verschieben? Wenn wir nicht mehr fragen, was fehlt, sondern schauen, was entsteht?

Die Vision
Dieses Buch ist ein „Mutmacher-Werk“. Es dokumentiert die achtjährige Reise meiner Mutter Frieda durch die Alzheimer-Demenz nicht als Krankheitsbericht, sondern als eine kreative Entdeckungsreise. Es schlägt die Brücke zwischen professioneller Pflegeexpertise (aus 40 Jahren Erfahrung) und der tiefen emotionalen Verbundenheit eines Sohnes.

Die Projektidee basiert auf der Erkenntnis, dass Menschen mit Demenz zu Künstlern des Augenblicks werden. Sie abstrahieren die Welt, sie nutzen Dadaismus/Nonkonformismus in der Sprache und Installationen im Alltag, um sich auszudrücken. Das Buch lehrt uns, die „unentscheidbaren Fragen“ des Lebens nicht mit Logik, sondern mit Empathie und gestalterischer Freiheit zu beantworten.

Warum dieses Projekt Unterstützung braucht
Ein Buch über Demenz darf nicht grau und trostlos aussehen. Um die Botschaft der „Lebenskunst“ zu vermitteln, muss es hochwertig gestaltet, mit brillanten Farbfotos gedruckt und ästhetisch ansprechend gelayoutet sein. In der Schweiz sind die Produktionskosten für ein solches Nischenwerk hoch.

Mit Ihrer Unterstützung wird nicht nur Papier und Tinte finanziert, sondern ein Stück gesellschaftliche Aufklärung. Sie schenken Angehörigen Hoffnung und Pflegefachkräften einen neuen, wertschätzenden Blick auf ihren Beruf.

Inhaltliche Ziele: Der Perspektivwechsel
Entstigmatisierung von Demenz: Weg vom rein medizinischen „Defizit-Blick“ hin zu einer wertschätzenden Betrachtung der Demenz als „radikale Lebenskunst“.

Brückenschlag zwischen Pflege und Angehörigen: Vermittlung von 40 Jahren Pflegeexpertise in einer Sprache, die Herz und Verstand gleichermassen erreicht.

Mutmacher für Angehörige: Betroffenen in der Schweiz und darüber hinaus Mut zu machen, eigene, kreative Wege in der Begleitung zu gehen, auch abseits starrer Normen.

Impulsgeber für Fachpersonen: Pflegekräften ein Werkzeug an die Hand zu geben, das sie in ihrer Empathie bestärkt und den Berufsalltag reflektiert.

Diskurs über Lebensqualität: Eine Debatte über die „Kunst des Weglassens“ und ethische Entscheidungen am Lebensende (Lebensqualität vor Lebensquantität) anzustossen.

Demenz begegnet uns allen, doch viel zu oft ist dieses Thema nur von Angst und Schwere besetzt. Dieses Projekt setzt ein kraftvolles Gegengewicht: Es zeigt voller Empathie, dass das Leben auch mit Alzheimer bunt, wertvoll und voller kleiner Meisterwerke bleibt. Dabei schenkt es pflegenden Angehörigen, die oft Übermenschliches im Stillen leisten, die dringend nötige emotionale Entlastung und das tröstliche Gefühl: „Du bist nicht allein.“

Getragen von 40 Jahren Herzblut in der Pflege, ist dieses Buch ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Menschlichkeit und die Würde des Augenblicks. Um diese Botschaft spürbar zu machen, setzen wir auf eine ästhetisch hochwertige Gestaltung, die dem Thema gerecht wird. Mit Ihrer Unterstützung stossen wir zudem einen mutigen, ehrlichen Dialog über Ethik und das Lebensende an – frei von Tabus, aber voller Hoffnung.

Ihre Unterstützung ermöglicht uns den entscheidenden Schritt von der Idee zum fertigen Werk. Ein wesentlicher Teil der Mittel fliesst in die inhaltliche Qualität: Durch ein professionelles Lektorat sowie das Gegenlesen durch Fachpersonen stellen wir sicher, dass das Buch sowohl sprachlich als auch fachlich höchsten Ansprüchen genügt. Zusätzlich werden wir ein Layout wählen, dass zum Lesen einlädt.

Das Buch wird vom Verlag der Stiftung Lebensqualität verlegt und verkauft, ein allfälliger Gewinn geht zu 100% an die Stiftung Lebensqualität.
Die Stiftung Lebensqualität (LQ) mit Sitz in der Schweiz fokussiert sich primär auf die Erforschung und Förderung der individuellen Lebensqualität, insbesondere in den Bereichen Pflege, Alter und Bildung.

1. Kernfokus: Individuelle Lebensqualität
Die Stiftung widmet sich der Frage, wie Lebensqualität unter schwierigen Bedingungen (Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit) erhalten oder verbessert werden kann. Dabei steht nicht ein allgemeiner Standard im Vordergrund, sondern das subjektive Empfinden des Einzelnen.

2. Wirkungsfelder & Projekte
Kinaesthetics: Die Stiftung ist eng mit der Entwicklung und Verbreitung von Kinaesthetics verbunden. Sie fördert die Forschung und Anwendung dieses Bildungssystems, das Menschen hilft, ihre Bewegungskompetenz zu verbessern, um im Alltag und in der Pflege mobiler und selbstständiger zu bleiben.

Pflege & Angehörige: Ein grosser Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung pflegender Angehöriger (z. B. durch die "Lernwerkstatt für Pflegende Angehörige") sowie auf der Qualitätssicherung in der professionellen Pflege.

Bewahrung von Erbe: Die Stiftung beherbergt unter anderem die Sr. Liliane Juchli Bibliothek, um das Lebenswerk und die Werte der bekannten Pflegepionierin zu erhalten.

3. Forschung und Publikation
Die Stiftung betreibt einen eigenen Verlag (Verlag lq), über den Fachliteratur und Lernmaterialien zu Themen wie Kinaesthetics, Gesundheit und Pflege veröffentlicht werden. Sie initiiert zudem Forschungsprojekte, um praxisnahe Modelle zur Verbesserung der Lebensqualität zu entwickeln (z.B. das "integrale-LQ-Modell").

Zusammenfassend: Der Zweck der Stiftung ist es, Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken und praxisorientierte Wege zu finden, wie das Leben bis ins hohe Alter oder trotz Pflegebedürftigkeit als wertvoll und lebenswert erfahren werden kann.

Das Buchprojekt mit dem Thema Demenz und der Beziehung zwischen Sohn und Mutter setzt starke inhaltliche Anknüpfungspunkte an die Stiftung, die genau diese Schnittstelle von Pflege, Bewegung und Lebensqualität besetzt.

Montant minimum

Der „Zündmoment“: Was 3.000 CHF möglich machen
Dieser Betrag ist das Fundament, auf dem alles steht. Er ermöglicht uns:
Den Sprung vom Manuskript zum Buch: Wir decken damit die nackten Produktionskosten für eine erste, kleine Auflage.

Die ISBN und den Vertrieb: Wir stellen sicher, dass das Buch offiziell registriert wird und über den Buchhandel für pflegende Angehörige auffindbar ist.

Kurz gesagt: Die 3.000 CHF garantieren, dass dieses Buch überhaupt erscheint.

Montant désiré

Warum wir 15.000 CHF anstreben
Während die 3.000 CHF das Überleben des Projekts sichern, ermöglichen uns 15.000 CHF, die Qualität zu liefern, die das Thema Demenz verdient. – hier darf nicht „gespart“ werden. Mit dem vollen Betrag erreichen wir:

Professionelles Fachlektorat: Wir können Experten hinzuziehen, die jeden Satz auf fachliche Korrektheit und einfühlsame Sprache prüfen.

Hochwertige Ästhetik: Ein Buch, das „Künstler“ im Titel trägt, muss ein haptisches Erlebnis sein. Hochwertiges und nachhaltiges Papier, Fadenheftung und erstklassiger Farbdruck.

Sichtbarkeit für Viele: Wir können Marketing und Lesungen finanzieren, um das Buch dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird: In die Wohnzimmer der pflegenden Angehörigen.
Fazit
Mit 3.000 CHF sagen wir: „Ja, wir machen es!“ Mit 15.000 CHF sagen wir: „Wir machen es so gut, dass es vielen Hilft!.“

Über mich: Erich Weidmann
Seit über 40 Jahren bin ich als Pflegender und Begleiter unterwegs. Als diplomierter Psychiatrie-Pflegefachmann und zertifizierter Kinaesthetics-Trainer habe ich mich mein Berufsleben lang intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir durch Achtsamkeit und Bewegung die Lebensqualität von Menschen verbessern können.

Gemeinsam mit meiner Frau Ruth führe ich das Kompetenzzentrum bewegt.ch. Hier vermitteln wir, dass Pflege keine mechanische Handlung ist, sondern eine lebendige Interaktion. Mein fachlicher Hintergrund ist geprägt von der Kybernetik: Ich verstehe den Menschen als ein lernfähiges System, das sich seine Welt von Moment zu Moment selbst erschafft.

Doch die grösste und wichtigste Lehrmeisterin meiner Karriere war meine eigene Mutter.

Die acht Jahre, in denen ich sie durch ihre Alzheimer-Demenz begleiten durfte, haben mein Fachwissen auf die Probe gestellt und gleichzeitig tief bereichert. In dieser Zeit war ich nicht nur der Experte, sondern vor allem der Sohn – lernend, staunend und manchmal auch aushaltend. Diese doppelte Perspektive ermöglicht es mir, die Brücke zu schlagen: zwischen der professionellen Pflegekultur in der Schweiz und der zutiefst menschlichen Herausforderung, ein geliebtes Familienmitglied beim Vergessen zu begleiten.

Mit diesem Buch möchte ich meine Erfahrungen teilen und zeigen, dass wir auch in der schwersten Zeit gemeinsam „neue Welten malen“ können.

17 mars 2026

Interview: Die hohe Kunst des passenden Augenblicks

Pflegekultur : Aus einer persönlichen Familiengeschichte ist über acht Jahre hinweg ein Buch gereift. Wie kam es zu dem Entschluss, diese privaten Erfahrungen öffentlich zu machen? Erich Weidmann : Von Berufswegen trug ich bereits viele Erfahrungen und Geschichten in mir, als Demenz in unserer eigenen Familie zum Thema wurde. Mein Bruder führte uns damals in eine digitale Plattform ein, um ein gemeinsames Tagebuch zur Organisation zu führen. Doch was als Planungstool begann, entwickelte sich schnell zu einem Raum für Austausch und Reflexion. Nach dem Tod unserer Mutter wurde uns allen bewusst, wie wertvoll diese acht Jahre voller Einträge waren. 2018 entstand eine erste Skizze, die nun über die Zeit gereift ist – ein organischer Schritt-für-Schritt-Prozess. Pflegekultur : Beim Sichten des Materials fiel Ihnen auf, dass Sie fast natürlich eine Kultur entwickelt haben, die auf das Schaut, was möglich ist – Sie sprechen sogar davon, die „Künstlerin“ in Ihrer Mutter zu suchen. Wie hat das Ihre Perspektive verändert? Erich : Es war faszinierend zu sehen, wie Mutter ihren Alltag gestaltete, auch wenn uns das nicht immer logisch erschien. Wir begannen, das Gelingende zu suchen. Besonders berührt hat mich, dass auch Außenstehende – wie Besucher der Kirchgemeinde oder die Spitex – diese „Künstlerin“ in ihr fanden, sobald wir ihnen den Zugang dazu ermöglichten. Diese Perspektive auf das Hier und Jetzt zu lenken, dabei hat mir auch die Stiftung Lebensqualität enorm geholfen. Deshalb ist es mir so wichtig, das Buch gemeinsam mit ihnen zu realisieren. Pflegkultur : Wenn ein pflegender Angehöriger nach einer schweren Nacht bei Ihnen das Buch bestellt – was möchten Sie dieser Person mitgeben? Erich : In solchen Momenten spüre ich oft meine eigene „Ohne-Macht“. Ich wäre vermutlich erst einmal tief berührt, dass sich diese Person auf die Situation einlässt. Ich würde mich bedanken, dass sie den Mut hat, diese Nacht vor mir auszubreiten. Mein Wunsch ist, dass meine Worte helfen, auch in den nächsten Nächten als „Suchende im Moment“ unterwegs zu sein – und in passenden wie unpassenden Erfahrungen die Hoffnung nicht zu verlieren. Genau dazu möchte mein Buch „Wir sind doch alle irgendwie Künstler – was Demenz uns lernte“ ermutigen.

Lire la suite dans le blog du projet

Interview: Die hohe Kunst des passenden Augenblicks
1 Kommentar

Ich freue mich darauf und finde das sehr wertvoll und wichtig!

CG
Christine Gloor- Kunz
2 février 2026 à 23:30
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