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Solche News sind fast schon alltäglich:
• Knapp die Hälfte der rund 600 einheimischen Wildbienenarten sind
vom Aussterben bedroht.
• Schmetterlinge sind seltene Gäste.
• Rund 70 % der Insekten sind seit 1970 verschwunden.
• Blindschleichen fallen Katzen und Mähmaschinen zum Opfer.
• Der Igel findet kaum mehr Unterschlupf.
Einer der vielen Gründe für die reduzierte Vielfalt unserer
tierischen Zeitgenossen sind auch aufgeräumte Gärten, fehlende
Vielfalt an einheimischen Blumen, Sträuchern, Steinen und
Böden.
Fühlst du das gleiche wie wir bei den negativen Schlagzeilen?
Möchtest du auch einen Beitrag für die Artenvielfalt leisten? Ist
dir Biodiversität wichtig? Beobachtest du gerne Vögel,
Schmetterlinge ect, in ihrer freien Wildbahn?
Unser Projekt richtet sich an naturinteressierte Menschen,
Familien, Anwohnende, Schulen, und Kleinfirmen, die ein lokales
Projekt für Biodiversität unterstützen wollen und mehr über
Wildbienen, Bestäuber und Renaturierung erfahren möchten.
Der eigene Garten ist der Ort, an dem wir eine nachhaltige Veränderung beginnen können. Deshalb wollen wir von unserem 1830m² grossen Grundstück einen rechten Blätz für Wildbienen & Co. umgestalten.
Unsere Ziele:
• Biodiversität: Kleine und kleinste Lebewesen
sollen in unserem Garten mehr Lebensraum finden. Ein Paradies für
Bienen, Schmetterlinge, Vögel etc. bietet die Grundlage für ein
funktionierendes Ökosystem.
• Information: Uns ist wichtig, mit diesem Projekt
auch Bewusstsein zu schaffen. Direkt bei der Wildbienenfläche
entsteht eine Infotafel mit Erklärungen zu den verschiedenen
Lebensräumen und den Tieren, die dort ein Zuhause finden.
• Austausch: Unser Stück Land grenzt an die wenig
befahrene Heischerstrasse. Ideal für ein Gespräch über den Zaun.
Vielleicht über unsere Erfahrungen mit diesem Projekt?
Natur liebt Vielfalt an Pflanzen, Arten, Lebensräumen.
Wildbienen auch. Fehlen Nahrung und Nistplätze, ist Überleben nicht
möglich. Das traurige Resultat: Fast die Hälfte der rund 600
einheimischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Die kleinen
Brummer sind aber für die Bestäubung von Blumen, Pflanzen und
Kulturen (z.B. Kirschbäume, Rapsfelder) unverzichtbar.
• Über 80 % aller Wild- und Nutzpflanzen werden von Bienen
bestäubt.
• Wildbienen sind Kurzstreckenflieger (100-300 m) und deshalb sehr
effiziente Sammlerinnen von Blütenpollen.
• Sie besuchen Blüten, die von Honigbienen gemieden werden (z.B.
Tomaten).
• Sie sind im Frühjahr schon bei tiefen Temperaturen und bei
schlechtem Wetter unterwegs.
• Wir alle profitieren von ihrer Arbeit. Damit wir Obst und Gemüse
essen können, brauchen wir sie.
Wenn es den Kleinsten gut geht, löst das eine Kettenreaktion aus,
was Lebensraum für Insekten, Schmetterlinge, Kleinsäugetiere,
Eidechsen, Vögel und Amphibien schafft.
Wir haben den Platz, aber nicht das Budget.
Warum sind Bienensand und schöne Blumen so teuer? Es handelt sich
hierbei um ein aufwändiges, nachhaltiges und komplexes Ökosystem.
Um dieses einzurichten, muss die gesamte Bodenstruktur verändert
und von Grund auf neu aufgebaut werden. Einhimische Pflanzen, Kies,
Steine, Totholz, ect. müssen herbeigeschafft und angelegt werden.
Es beinhaltet also weitaus mehr, als man auf den ersten Blick
erkennen kann.
Mit deiner Hilfe können wir für unsere kleinen Helden mehr
Lebensraum schaffen:
Vorarbeiten (1500.-)
Damit das Wildbienenparadies entstehen kann, muss die Fläche
zunächst vorbereitet werden. Dazu gehören die Entwurzeln
bestehender Pflanzen, das Entfernen alter Pfosten und
Beton-Fundamente.
Aushubarbeiten (5000.-)
Für die verschiedenen Lebensräume wird Bodenmaterial (ca. 35m3)
abgetragen und abgeführt bzw. verschoben. Der lehmige und
nährstoffreiche Boden muss weichen, damit ein mageres, lockeres
Fundament entstehen kann. So schaffen wir die nötigen Geländeformen
für Sandflächen, Hügel, Steinbereiche und vielfältige natürliche
Strukturen.
Wildbienenlinse (1500.- )
Spezieller Bienensand wird in Form einer Linse eingebaut, der
Wildbienen und anderen Tieren als Nistplatz dient.
Steinriegel und Findlinge (800.-)
Natursteine und grosse Findlinge werden eingebaut, um sonnige,
warme Lebensräume zu schaffen. Diese bieten Schutz-, Nist- und
Überwinterungsplätze für Wildbienen, Eidechsen, Blindschleichen und
viele weitere Tiere. Die Steine speichern tagsüber Sonnenenergie
und begünstigen das Mikroklima für Flora und Fauna.
Benjesheckengerüste (500.-)
Die Gerüste werden mit Rundholzpfählen erstellt. Die Benjeshecke
(Totoholzhecke) fungiert als "Insektenhotel" und bietet
auch Schutzraum für Igel, Eidechsen, Amphibien und Vögel
(Brutplatz). Das Totholz speichert zudem Feuchtigkeit und filtert
Staub.
Wandkies (4000.-)
Wandkies wird eingepflegt. Dieses hält den Boden sehr mager
(nährstoffarm), was der Schlüssel für artenreiche Gärten ist. Viele
seltene Wildstauden bevorzugen diese Bedingungen, während sich
stickstoffliebende "Unkräuter" nicht ausbreiten
können.
Begrünung: Stauden & Blumen (2600.-)
Die Fläche wird mit standortgerechten Wildpflanzen und Sträuchern
bepflanzt. Dadurch entsteht ein vielfältiges Blütenangebot, das
Wildbienen und anderen Bestäubern das ganze Jahr über Nahrung
bietet. Mit 19 verschiedenen Pflanzenarten, insgesamt 200
Individuen an heimischen und insektenfreundlichen Pflanzen,
darunter Wiesensalbei, Natternkopf und Kartäusernelke sind wir
ausgerüstet. Sie fördern die Biodiversität und schaffen einen
langfristig wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
Infotafel (600.-)
Wir gestalten eine Informationstafel am Rande unserer Wiese, die
vom Trottoir aus gut sichtbar ist. Mit Bildern und
Erklärungsgrafiken zu den verschiedenen Lebensräumen und den
Tieren, die dort ein Zuhause finden, gezeichnet vom
wissenschaftlichen Illustrator Luca Bermúdez.
Das Wildbienenparadies wird so wie beschrieben auf 60m2 umgesetzt.
Die Finanzierung der Renaturierung ermöglicht:
• Rückbau bestehender Strukturen
• Aushebung der schweren Erde
• Formen der Landschaft
• Materialien für Lebensräume (Benjeshecke, Bienenlinse, Findlinge)
• Bepflanzung mit lokalen, einheimischen Blütenpflanzen
Im gesamten Garten: Mehr Budget - mehr Artenschutz - mehr Leben. Die Biodiversität breitet sich im 1.830 m² grossen Garten aus. Es gibt tier- und pflanzenfreundliche Änderungen im gesamten Garten und es werden weitere Biodiversitätsinseln geschaffen. Eventuell kann sogar die Wildbienenwiese vergrössert werden.
Bewusstsein schaffen: Mit dem Wunschbetrag kreieren wir eine Webseite mit weiterführenden Informationen, Ressourcen und praktischen Tipps rund um Biodiversität und naturnahe Gärten. Ziel ist, über die Grenze unseres Grundstücks hinaus zu wirken und die Verbreitung wichtiger Informationen und das Bewusstsein für Biodiversität zu fördern.
Wir sind die Genossenschaft Brunnental in Hausen am Albis. Was
uns verbindet: Der Wunsch, unseren Garten nicht nur zu nutzen,
sondern etwas zurückzugeben.
Unterstützt werden wir vom lokalen Landschaftsgärtner Rafael Sieber
mit Spezialisierung auf naturnahe und biodiverse Gärten. Er ist um
die Ecke an der Heischerstrasse aufgewachsen und bringt das nötige
Fachwissen und Erfahrung für unser Projekt mit.