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„Die Bären in Arosa haben etwas zum Lachen!“

21.02.2020
von Fabienne Fivaz

Schon seit August 2018 stellt das Arosa Bärenland ein artgerechtes Zuhause für gerettete Bären aus ehemals östlichen Regionen dar. Napa, Meimo und Amelia – so heissen die aktuellen Bewohner des 2.8 ha grossen Naturgeheges. „Die Bären konnten aus einer schrecklichen Gefangenschaft befreit werden und sind nun dabei, zurück zu ihrem ursprünglichen Verhalten zu finden“, so Ricardo Beeli, Projektleiter des Arosa Humorfestivals und Mitinitiator des Crowdfundings. 

► Zum Crowdfunding-Projekt

Um die Bären zu ihrem natürlichen Spieltrieb zurückzuführen, muss ihnen ein spannender Alltag garantiert werden. Deshalb sollen im Arosa Bärenland verschiedene Einrichtungen angebracht werden, mit welchen sich die Bären auf ihrer Nahrungssuche beschäftigen können. Tierpflegerin Irene erklärt: „Das Futter soll in verschiedenen Elementen wie Futterhöhlen und Pendelstämmen versteckt werden, damit es nicht so einfach ist, es zu finden.“ Mit dieser Massnahme kann die Dauer der Futtersuche verlängert werden. Dies klingt sehr gemein, ist es aber keinesfalls. „Es ist sehr sinnvoll – für die Bären ist es eine Art Zeitvertrieb“, meint Irene. 

Die Optimierung der Naturanlage ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Das OK vom Arosa Humorfestival hat folglich mit viel Elan und Freude nach Spendern, die ein Herz für Bären haben, gesucht. Ricardo Beeli erinnert sich gut: „Wir wollten mit unserer Community mindestens 100‘000 Franken für die Bären sammeln. Damit haben wir uns ein optimistisches Ziel gesteckt.“ Mit Hilfe der Plattform lokalhelden.ch und den vielfältigen „Mercis“, die den Spendern als Gegenleistung angeboten wurden, sind schlussendlich über 100‘000 Franken an Unterstützungsgeldern zusammengekommen. 

„Nun haben die Bären noch mehr zum Lachen“, so Dr. Hans Schmid, der sehr dankbar für die grosszügige Unterstützung ist. „Mit den Beiträgen können wir verschiedene Instrumente und Spielelemente zur Verhaltensanreicherung anschaffen“, berichtet er. Dies bringt das natürliche Verhalten der Bären hervor und erleichtert die gemeinsame Haltung. Dazu kann personell aufgestockt werden. Durch eine zusätzliche Tierpflegerstelle wird die optimale Betreuung der Tiere sichergestellt.

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Unter den über 300 Unterstützern wurde eine Abenteuerreise für 2 Personen verlost, die es einem ermöglicht, live dabei zu sein, wenn der vierte oder fünfte Bär aus der Gefangenschaft gerettet und nach Arosa transportiert wird. Die glückliche Gewinnerin heisst Gaby und kommt aus Chur.

► Zum Dankesvideo

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