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«80% der Projekte werden von Vereinen gestartet»

11.06.2018
von Michèle Ullmann

Ein Wachstum von 72% im Crowdsupporting, Millionenprojekte und Blockchain-Technologie: Die neuste Studie zu Crowdfunding in der Schweiz enthüllt viele spannende Fakten und Perspektiven. Wie verhält es sich mit diesen auf lokalhelden.ch? Ein Interview mit Projektbetreuerin Elodie.

Gemäss dem Crowdfunding Monitoring ist auch der Bereich Crowdsupporting im letzten Jahr um 72% gewachsen. Wie lief das Jahr 2017 bei lokalhelden.ch?

2017 war ein Jahr, das von einem sehr starken Wachstum von 672% geprägt war. Nicht nur die Anzahl Projekte sondern auch das gesammelte Spendenvolumen pro Kampagne ist drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr haben wir auch mit den gesammelten Spenden die Millionenmarke geknackt. Bis Ende Jahr haben wir bereits weit über 2 Millionen Franken vermittelt. Aus diesen Zahlen können wir ableiten, dass die Plattform seit ihrer Lancierung im 2016 sich auf dem Schweizer Markt etabliert hat.

In welchen Kategorien werden am meisten Projekte gestartet?

Wenn wir die gleichen Kategorien aus dem « Crowdfunding Monitoring 2018 » der Hochschule Luzern nehmen, wurden wir die meisten Projekte im Sport, Tourismus, Musik und im sozialen Bereich gestartet. Das geht einher mit der Tatsache, dass fast 80% der Projekte von Vereinen gestartet werden.

Das Projekt „Die Republik“ sammelte letztes Jahr über 3.5 Millionen. Was war euer grösstes Projekt?

Im 2017 hatten wir zwei Projekte, die je rund CHF 150'000.- gesammelt haben. Es handelt sich dabei um zwei touristische Projekte, bei denen die Initianten es sehr gut verstanden die Bevölkerung zum Spenden zu motivieren und animieren Werbung zu machen. Mit der stark steigenden Bekanntheit von Crowdfunding generell und von unserer Plattform Lokalhelden.ch sowie der starken Marke Raiffeisen wird es inskünftig auch bei uns vermehrt Grossprojekte geben.

Schweizweit liegt das durchschnittlich gesammelte Kampagnenvolumen bei CHF 17‘000. Wie sieht es bei lokalhelden.ch aus?

Auf lokalhelden.ch ist das durchschnittlich gesammelte Kampagnenvolumen rund CHF 13'000. Diese leicht tiefere Zahl ist primär darauf zurückzuführen, dass sich auf der Plattform keine kommerziellen Projekte befinden und wir sehr viele kleinere, lokale Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales zur Finanzierung verhelfen.

Auch die Blockchain-Technologie soll in nächster Zeit im Crowdfunding Einzug halten, so zum Beispiel bei wemakeit. Gibt es auch bald einen lokalhelden-Coin?

Die Blockchain-Technologie ist sehr spannend für das Crowdfunding. Im Moment gibt es jedoch keine konkreten Pläne für einen lokalhelden-Coin.

Noch immer gibt es über 40 Plattformen auf dem Schweizer Markt. Wie versucht ihr euch zu behaupten?

Der Crowdfunding-Markt ist dabei sich auf einzelne Plattformen zu konsolidieren. Wir grenzen uns ab, indem wir uns gemäss unserer Strategie auf non-kommerzielle Projekte in der Schweiz oder für Schweizer konzentrieren. Diese Positionierung widerspiegelt auch die Philosophie und das Engagement von Raiffeisen die kulturelle, sportliche und soziale Vielfalt zu fördern – sowohl regional als auch national. Diese Nischenausrichtung hilft lokalhelden.ch sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

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Wo seht ihr den zentralen Vorteil von lokalhelden.ch?

Nebst unserer engen Positionierung ist lokalhelden.ch noch immer die einzige kostenlose Plattform in der Schweiz. Ausserdem ist es möglich Projekte in drei Landessprachen anzulegen. Mit Raiffeisen als Betreiber im Hintergrund, profitiert lokalhelden.ch zudem vom grossen Vertrauen, das die Bevölkerung der Marke entgegen bringt.

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