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7 Gründe, wieso Crowdfunding-Projekte scheitern

03.10.2017
von Michèle Ullmann
NLB Damen UHC Wasa

Trotz einer überragenden Erfolgsquote von rund 80% scheitern auch auf lokalhelden.ch dann und wann Crowdfunding-Projekte. Dafür gibt es viele Projekt-individuelle Gründe, einige davon sind aber auch Projekt-übergreifend. Wir stellen euch die Top 7 der grössten Stolpersteine vor und wie ihr sie meistert.

1. Ungenügende Planung

Es gibt immer wieder Projekt-Starter, die den Planungsaufwand für ein Crowdfunding unterschätzen und dann in Hektik verfallen. Schlimmstenfalls gehen so auch Spenden verloren. Mit einer sauberen Planung lässt sich das vermeiden.

Wer sich am Anfang die Zeit für eine saubere Planung nimmt, hat’s später einfacher. Sachen wie Mercis, Kommunikation, Phasenwechsel und Projektvideo sollten möglichst im Voraus geplant werden. Nehmt dazu am besten eine Excel-Tabelle zur Hand und füllt alle Elemente auf einer Zeitachse ab.

2. Fehlender Aufhänger im Projekt

Ein Projekt, das nicht die Massen begeistert hat geringe Aussichten auf Erfolg. Eine Crowdfunding-Kampagne auf lokalhelden.ch ist (fast) immer projektbasiert. Das hilft euch dem Projekt einen Aufhänger zu geben. Das bestätigt auch Nathalie, Projekt-Starterin des erfolgreichen lokalhelden-Projekt «Playoffs für unsere NLB-Frauen»: «Wir wollten schon früher ein Crowdfunding-Projekt durchführen, jedoch fehlte uns dazu der passende Aufhänger. Das Erreichen der Playoffs bot dann die ideale Möglichkeit, um die Leute auch zum Spenden zu motivieren.» Die Unterstützer wissen somit wofür das Geld verwendet wird, was auch bei der Kommunikation ein grosser Vorteil ist.

Ohne Aufhänger wird es unter Umständen schwierig die Leute zum Spenden zu motivieren. Startet euer Crowdfunding deshalb mit einem motivierenden und emotionalen Aufhänger, der eure Zielgruppe anspricht.

3. Unzureichendes Projektvideo

Nicht ohne Grund ist ein Projektvideo auf lokalhelden.ch Pflicht: es ist für den Erfolg enorm wichtig. Mit einem gut durchdachten Video könnt ihr euer Projekt und euch selbst viel besser präsentieren als in einem Text. Das ist nicht nur nach aussen sehr wertvoll, auch nach innen sorgt es für viel Motivation das Projekt zum Erfolg zu tragen.

Nehmt euch Zeit für das Projektvideo, sowohl für die Story als auch für die Umsetzung und Nachbearbeitung. Damit legt ihr einen soliden Grundstein für den Projekterfolg.

Tipps für den Projektvideo findet ihr hier

4. Fehlende Kommunikation

Eine Todsünde, wenn es ums Spendensammeln geht: einseitige, ungeplante oder unzureichende Kommunikation und Werbung zum Projekt.

Ob analog oder digital: Rührt kräftig die Werbetrommel für euer Projekt. Ihr könnt kaum zu viel kommunizieren. Dabei könnt ihr auch alle eure verfügbaren Kanäle nutzen, wie soziale Netzwerke, Projektblog, Flyer, Mund-zu-Mund-Propaganda.

Mehr Ideen zu Kommunikationskanälen findet ihr hier

5. Mangelndes Engagement seitens Projekt-Starter

Ein Crowdfunding-Projekt verlangt dem Projekt-Starter einiges an Aufwand ab, und zwar während jeder Projektphase. Als Projekt-Starter seid ihr der grösste Fan des Projekts und diejenigen, die am meisten dafür werben müssen. Die Akquise von Fans, die Kommunikation, das Organisieren der Mercis, die Überprüfung der Spendeneingänge.. all das beansprucht Zeit, die ihr euch unbedingt nehmen müsst.

Schaut, dass ihr euch mindestens ein wöchentliches Zeitfenster für das Crowdfunding-Projekt freiräumt und euch regelmässig im Team austauscht.

6. Falsche Erwartungen an die «Crowd»

Die Schweiz ist zwar ein spendefreudiges Land, jedoch wird kaum für ein Projekt gespendet, zu dem man nicht einen Bezug hat. «Man darf nicht erwarten, dass ein Crowdfunding-Projekt ein Selbstläufer ist, schon gar nicht in der Anfangsphase.», so die Erfahrung von Kilian, Projektstarter des Projekts «Cevi Oberlandlager 2017 – Euses Zelt».

Wer das Crowdfunding-Projekt sich selbst überlässt, wird kaum Erfolg haben. Es ist – vor allem in der Anfangsphase – enorm wichtig, dass ihr kräftig Werbung für das Projekt macht.

Mehr Fakten zur «Crowd» findet ihr hier

7. Schlechtes Timing

Ein Faktor, den es nicht zu unterschätzen gilt: Wenn ihr euer Projekt im falschen Moment lanciert, kann dies euch den Beginn der Kampagne gründlich vermiesen. Dabei ist ein erfolgreicher Start in die Finanzierungsphase einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren überhaupt.

Achtet darauf, dass ihr das Crowdfunding-Projekt mit eurem Team abstimmt. Es sollten möglichst keine anderen wichtigen Aktivitäten in eurem Verein, bzw. eurem Umfeld laufen. Achtet auch auf die Verfügbarkeit eurer Zielgruppe: Ein Start beispielsweise vor den Sommerferien ist grundsätzlich nicht zu empfehlen.

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